Vergangenheitsbewältigung 3/2015

Nachdem meine Aktivitäten derzeit auf Haus und Hof beschränkt sind, muss ich mir hier einen sinnvollen Zeitvertreibt suchen. Mein Blick fiel am Freitag schon auf das Regal, in dem sich unsere alten Fotoalben und zwei große Kisten mit Fototüten befinden. Davor graust es mir ja schon lange und ich hatte die Hoffnung längst aufgegeben, da mal Ordnung reinzukriegen. Die Arbeiten im Haus haben auch auf diesem Regal eine dicke Staubschicht hinterlassen und mich zum Handeln animiert. Am Sonntag ging das große Ausmisten los!

Vor vielen Jahren hatte ich schon mal die Idee, die Fotoalben aufzulösen, in denen sowieso nur die ersten fünf Blätter genutzt waren. Die habe ich rausgetrennt, Löcher reingehauen und in einem einzigen Leitzordner abgeheftet. Inzwischen war aber der Kleber von Fotoecken und diesen entsetzlichen Klebefolien so trocken geworden, dass mir die Bilder einfach vor die Füße gefallen sind.

Ein paar Fotokisten hatte ich mir schon vor einiger Zeit beim Diskounter meines Vertrauens gekauft und die kamen jetzt zum Einsatz. Die Kartonteiler habe ich mit Jahreszahlen beschriftet und mir dann erst die Lose-Blatt-Sammlung und anschließend die Fototüten vorgenommen. Ich hatte jedes Bild in der Hand und hab gnadenlos alles weggeschmissen

a) wo nur Landschaft oder irgendwelche Gebäude drauf zu sehen waren (meist weiß man sowieso nicht mehr, wo das eigentlich war und in echt sah das bestimmt auch viel toller aus)
b) Leute abgelichtet waren, an die ich mich überhaupt nicht mehr erinnern kann (Urlaubsbekanntschaften, flüchtige Bekannte, zu denen längst kein Kontakt mehr besteht)
c) die es doppelt oder zumindest ähnlich gab
d) die qualitativ schlecht waren, verwackelt, zu dunkel oder die die Farbe verändert haben.

Viel ist nicht übrig geblieben! Unser Leben passt jetzt locker in drei Fotokisten und ich muss sagen, das Ausmisten ging besser und schneller vonstatten, als ich befürchtet hatte. Und was haben wir nicht alles fotografiert seinerzeit. Der helle Wahnsinn! Das machen wir heute zwar auch noch, aber jetzt landen die Fotos auf dem Rechner und da ist (fast) unbegrenzt Platz. Außerdem habe ich mir angewöhnt, meine Schrottfotos sofort zu löschen.

Wenn ich jetzt auch noch meinen Mann dazu kriege, seine drei Alben (die vor meiner Zeit) mal auszumisten, bin ich restlos zufrieden!

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9 Gedanken zu “Vergangenheitsbewältigung 3/2015

  1. Hallo liebe Caipi,

    genau da bin ich im Moment auch dabei und da meine Kisten schon im Keller gelandet sind, werden auch alle Fotos, die echt nur Schrott sind, ausgemistet 😉

    Was haben wir damals alles abgelichtet und das noch mit einer Kamera, die wirklich meist nur entsetzliche Fotos gemacht hat.
    Von Qualität kann da wirklich nicht die Rede sein *lach.

    Ich freue mich jedes mal, wenn wieder mehr Platz im Keller wird.

    Einen lieben Gruß in den Montag und noch eine gute Woche für dich,

    Uschi :wave:

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    • Hallo Uschi,
      dann sind wir ja Leidensgenossinnen! 🙂
      Ich war entsetzt, wie viele Schrottfotos wir aufgehoben haben. Besonders liebe ich die Fotos, wo alle nur von hinten abgelichtet sind man nur erahnen kann, wer oder was da eigentlich fotografiert werden sollte. Warum schmeißt man solche Bilder nicht direkt weg?
      Übrigens haben wir die Bilder sowieso nur kurz nach dem Entstehen angeschaut. Danach wanderten sie in eine Kiste und keiner hat mehr einen Blick drauf geworfen.
      Frohes Schaffen u. viel Spaß beim Ausmisten!
      Gruß Caipi

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  2. Oma hat früher alles auf dem Dachboden deponiert und da steht es meistens heute noch.
    Bevor Du wegschmeisst, nochmals durchsehen, vielleicht ist doch noch was da, was auf den PC kann.
    Ich habe z.B. eine Synology, wo ich einen Ordner: BILDER habe.
    der ist nochmals unterteilt in Garten, haus, Freunde, Bekannte, etc.
    und da habe ich inzwischen 8500 Bilder reingepackt, muss noch ca 2000 sortieren, ist aber sehr Zeitaufwendig.

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  3. oder mach doch mal eine Kunstausstellung von den
    Fotos von Hinten !!!
    ist ja jetzt sehr modern und man bekommt wie blöd Geld
    dafür.
    Habe bei einer Hausräumung 900 alte Fotos von China
    und Japan gefunden, hübsche Familienaufnahme von
    1955. Wir bekamen dafür bei einem Sammler 1000 Euros.

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