Es steppt der Bär

Am bevorstehenden Pfingstwochenende ist ja richtig was los:

– Reitturnier in Wiesbaden-Biebrich
Alle Jahre wieder sind wir notgedrungen live dabei und dürfen keinesfalls unser Auto bewegen – sonst ist der Parkplatz weg!

– Richtig Spannung beim Fußball
Wir werden am Samstag ein voll besetztes Stadion erleben und ich persönlich freue mich danach auf die Fußball freie Zeit, in der man mal ganze Wochenenden zur freien Verfügung hat

– Eurovision Song Contest
Ann-Sophie hat zwar eine gute Stimme, ist aber erkältet, wie man hört. Allzu große Chancen werden ihr von den Insidern des ESC nicht eingeräumt. Na ja, mir ist’s egal.

– Pipi Langstrumpf feiert Geburtstag
Die kesse Göre wird tatsächlich schon 70! Kaum zu glauben, macht sie doch auch im hohen Alter den heutigen Kids noch viel Spaß. Herzlichen Glückwunsch!

Sogar das Wetter soll an Pfingsten mitspielen und falls es doch regnet, bietet die ARD den Kracher schlechthin und serviert uns „Sissi“ in allen Teilen. „Kann man je genug von ihr bekommen?“
JA, man kann!

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

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Feiertage

Ein langes Feierwochenende liegt hinter uns.
Am Freitag feierte mein Schwager seinen 70. Geburtstag nach. Eigentlich ist er im Februar geboren, aber es feiert sich einfach schöner, wenn die Sonne scheint und die zahlreichen Kinder in der Familie draußen toben können. Auch die Erwachsenen fanden es toll, bei herrlichstem Wetter im Garten zu sitzen oder einen Verdauungsspaziergang durch das schön restaurierte Dorf Gruiten (Kreis Mettmann, NRW) zu machen. Das älteste Wohnhaus im Dorf kann man für Veranstaltungen mieten und so war die Familie „unter sich“ und konnte alle Gebäudeteile nutzen. Ein tolles Fest und ein wirklich schönes Ambiente:

Gruiten1

Das Doktorhaus
Gruiten2

Typisch für die Gegend: Schiefer und bunte Fensterläden
Gruiten3

Am Samstag dann die nächste Geburtstagsfeier, nämlich der 33. Geburtstag der Schwiegertochter. Diese Feier fiel ein bisschen kleiner aus, aber die meisten Familienmitglieder waren dabei. Gut, dass vom Vortag noch gaaanz viele leckere „Reste“ da waren! Wahrscheinlich hätten wir noch einen Tag länger feiern können, ohne dass irgendwas ausgegangen wäre … naja, die Mousse au chocolat vielleicht, an deren Vernichtung die jüngste Enkelin maßgeblich beteiligt war!

Schokopudding

Ein rundum gelungenes Wochenende und ich habe festgestellt, dass man sich in zwei Tagen mühelos 3 X überfressen kann! 😉

Gartenlust

Auch wenn es bei meinem letzten Eintrag vielleicht so geklungen hat: Sooo unzufrieden bin ich gar nicht mit dem derzeitigen Zustand des Gartens:

2015-05-04 Garten

Meine Clematis überwuchert inzwischen auch die angrenzenden Gärten und die Nachbarn sind nicht böse drum. 😉

Hier der beim Teichbau gefundene Schlüssel. Zum Größenvergleich habe ich ein handelsübliches Feuerzeug daneben gelegt. Ganz früher befanden sich auf unserem Grundstück einmal Pferdeställe, die zu einer Kaserne gehörten.

2015-05-05 Garten

Mundraub

Vor gut 30 Jahren haben wir aus einem Baugrundstück einen Garten gezaubert, der sich in all den Jahren mehrmals erheblich verändert hat. Damals hatten wir nicht nur keine Vorstellung, wie der Garten einmal aussehen sollte, wir hatten schlicht auch kein Geld für eine aufwendige Gestaltung. Die schweren Baugeräte waren gerade erst ab- und die meisten Nachbarn noch gar nicht eingezogen; man konnte also noch mit dem Lkw über die Nachbargrundstücke fahren und das wollten wir ausnutzen und bestellten drei Fuhren Muttererde. Blöd halt, dass der Fahrer die Erde vorm falschen Haus abkippte. Mein Mann und mein damals noch rüstiger Vater karrten das ganze Material mit Schubkarren durch unwegsames Gelände bis zu unserem Grundstück(chen) und verteilten es gleichmäßig. Meinem Vater machte Gartenarbeit riesigen Spaß und hier konnte er sich austoben. Stellkanten wurden gesetzt, Richtschnüre gespannt und alles pikobello eingeebnet. Unser Grundstück war das erste, das einen ordentlichen Eindruck machte und hob sich wohltuend von den Nachbargrundstücken ab. Rasen wurde eingesät und drei Büsche gepflanzt, es wurde brav gewässert und gedieh prächtig. Alles so schön grün hier und … langweilig.

Irgendwann sahen alle Gärten aus wie unser: mehr oder weniger gepflegter Rasen, ein paar Büsche, ein paar Blumen. Neubau-Einerlei.

Freunde von uns hatten einen Gartenteich und das gefiel mir. Da unser Grundstück für einen Teich viel zu klein war, musste ich mich jedoch bescheiden. Im Baumarkt wurde eine Speiswanne gekauft und neben der Terrasse eingebuddelt. Ein paar Kieselsteine rein, Wasser drauf und zwei kleine Pflänzchen eingesetzt. Ich war stolz wie Bolle und staunte nicht schlecht, als sich nach ein paar Tagen zwei winzige Goldfische in meinem Miniteich tummelten. Unsere Freunde (gleichzeitig Verwandtschaft unserer direkten Nachbarn) hatten sie heimlich dort hinein gesetzt und damit den Anstoß für einen richtigen Teich gegeben. Der entstand dann auch hälftig auf unserer Seite und hälftig beim Nachbarn, die ebenfalls von der Idee begeistert waren. Also: Rasen und Muttererde wieder weg und buddeln, buddeln, buddeln.

Was haben wir nicht alles aus dem ehemaligen Baugrund herausgeholt! Teile einer Kloschüssel, ein halbes Fahrrad, einen großen alten Schlüssel, der wohl mal zu einem mächtigen Hoftor gehört hat, und massenhaft Filmrollen und –abschnitte als Hinterlassenschaft einer Filmentwicklungsfirma, die hier einst ansässig war.

Viele Stunden in brütender Hitze (wir haben uns einen der heißesten Sommer für diese Arbeit ausgesucht) sind draufgegangen, bis unser Teich endlich fertig war und Max und Moritz – die beiden Goldfische – umziehen konnten. Damit sie sich nicht so einsam fühlten, haben wir ihnen noch ein paar Artgenossen spendiert und alle zusammen haben sich sichtlich wohl gefühlt und auch für Nachwuchs gesorgt.

Inzwischen ist alles anders. Die Nachbarn sind vor vielen Jahren in einen anderen Stadtteil gezogen, der neue Eigentümer lässt seinen Garten verwildern und mit Teichpflege hat er schon gar nichts am Hut. All die Jahre haben wir uns gekümmert, das Wasser sauber gehalten und ggf. aufgefüllt, den Pflanzenwuchs im Zaum und die Fische am Leben gehalten.

Mit den ersten Sonnenstrahlen und den etwas wärmeren Temperaturen tauchten auch in diesem Jahr die Goldfische wieder auf und tummelten sich an der Wasseroberfläche – für mich immer das Zeichen, dass die Gartensaison losgeht. Bis gestern. Als ich gegen Abend noch mal kurz auf die Terrasse bin, erhob sich ein riesiger Vogel aus dem Teich und landete auf einem der Nachbardächer. Ich schwöre, ich habe ihn da oben noch schmatzen hören. Dieser verdammte Reiher hat tatsächlich alle Fische weggefressen!
Wir haben alle möglichen Vogelarten hier, die regelmäßig in unserem Teich baden und Enten, die mal eine Runde drehen. Selbst frei laufende Katzen haben unseren Fischen bisher nicht so zugesetzt wie eben dieses Mistviech von Reiher. Ich bin stinkesauer!

Im Übrigen geht es im Garten sowieso gerade rückwärts: Die Kaffeepflanze haben die Schnecken auf dem Gewissen, die Bananenstaude ist abgesoffen und den letzten Buchs nebst seinen gefräßigen Raupen (Buchsbaumzünsler) habe ich der städtischen Müllverbrennung übergeben.
Manchmal ist es auch frustrierend.