WHO, Ihr könnt mich mal

und zwar kreuzweise, am Abend besuchen, hinten herum heben, am Ar… lecken. Sucht es Euch aus!

Jedes Jahr wird uns Essen vermiest: BSE, Schweinepest und Vogelgrippe, Würmer in Fischen, Acrylamid in den Pommes, Pestizide im Gemüse, Zucker, Fett und Salz sowieso. Ich kann es nicht mehr hören!

Jetzt habt Ihr Euch also auf Schinken und Wurst eingeschossen. Super. Ihr solltet einen Aufdruck auf Wursttüten „Dieses Produkt schädigt Ihre Gesundheit!“ durchsetzen und den Verkauf nur an Erwachsene unter Vorlage des Personalausweises gleich mit. Auch Ekelbildchen vom Darmkrebs auf der Schinkenverpackung wären eine Option.

Erzählt uns doch einfach mal, was man bedenkenlos essen kann … oder gibt es in unserer globalisierten und verseuchten Welt so etwas gar nicht mehr?

Damit Ihr es wisst: Den größten Teil meines Lebens habe ich hinter mir und den verbleibenden Rest lasse ich mir nicht mehr vermiesen. Von Euch nicht und von niemandem sonst. Habe heute gleich mal eine dicke Scheibe geräuchertes Kassler gegessen – ohne Brot. Aus Protest!

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Touristenprogramm

Es ist komisch, wenn das Haus plötzlich wieder so leer ist. Freunde aus Deutschland waren drei Wochen lang unsere Gäste und haben sich mit uns zusammen winzige Eckchen von Brasilien angeschaut und einen Eindruck gewonnen, warum es uns hier so gut gefällt. Ich glaube, sie haben Blut geleckt und werden wieder kommen. Das Land ist ja riesengroß; es gibt noch viel zu sehen und zu erleben.

Das Touristenprogramm in der näheren Umgebung haben wir immer mal zwischendurch erledigt, aber sie wollten natürlich mehr sehen, als unser kleiner Ort zu bieten hat. Also sind wir nach Belo Horizonte gefahren und haben „unsere“ Kinder besucht. Über den Besuch in der Favela und der Tagesstätte werde ich gesondert berichten; die Kids sind es Wert, dass ich ihnen einen eigenen Eintrag spendiere.

Neben dem Tag bei den Kindern haben wir Freunde getroffen, waren zu Gast bei einem Grillfest, haben den Mercado Central besucht, eine riesige Markthalle, in der man wirklich alles kaufen kann. Der Mercado ist schon ein Muss in Belo Horizonte und wenn man alle Gänge abgelaufen hat, ist man ordentlich geschafft und auch überreizt von dem geschäftigen Treiben.
Nach einem verlängerten Wochenende haben wir uns am Montag wieder auf den langen Heimweg gemacht und die Eindrücke verdaut.

Viel Zeit blieb dafür nicht, denn bereits am Donnerstag sind wir zu einem Kurzurlaub ans Meer aufgebrochen. Der 50. Geburtstag unseres Freundes stand an und den wollten wir ganz relaxed am Strand verbringen. Begonnen haben wir den Tag mit einem zünftigen Sektfrühstück. Den Sekt hatten wir mitgebracht, den Rest gab das überaus reichhaltige Buffet in unserer Pousada her. Danach ging es an den Strand, wo wir uns natürlich prompt die Pelle verbrannt haben. Rote Oberschenkel und Schulterblätter waren die Folge und ich bin jetzt gerade in der Häutungsphase. Sonnenbrand hatte ich ja lange nicht mehr und wusste kaum noch, wie unangenehm das ist.

 

Am nächsten Tag änderte sich das Wetter und wir beschlossen, die rund 100 km nach Rio zu fahren. Noch bei Sonnenschein saßen wir an der Copacabana (natürlich im Schatten!) und bestaunten den berühmtesten Strand der Erde. Danach haben wir uns von einem Kleinbus hoch zum Cristo fahren lassen. Hier war es schon deutlich kühler und es zog Nebel auf. Wir konnten zwar noch in alle Richtungen gucken und die wirklich tolle Aussicht genießen, mussten aber immer ein Nebelloch suchen und sind kreuz und quer auf der Aussichtsplattform herum geirrt. Es war trotzdem schön und als der Nebel dichter wurde, haben wir schnell den Rückzug angetreten, bevor alle Touristen auf die gleiche Idee kamen und wir lange Wartezeiten hätten in Kauf nehmen müssen.

 

 

Als wir wieder in unserer Pousada angekommen waren, regnete es bereits und der Regen hielt sich auch den ganzen nächsten Tag. Wir haben noch einen Kurztrip in die andere Richtung unternommen und uns Angra dos Reis angeschaut, ein Kolonialstädtchen aus dem 16. Jahrhundert. Die Bucht, in der die Stadt liegt, soll über smaragdgrünes Wasser und rund 400 kleine Inseln verfügen; bei Regen ist davon allerdings nicht viel zu sehen. Überhaupt machte die Stadt einen eher verrammelten Eindruck; die Geschäfte waren (Sonntag) bis auf einige Souvenirshops am Hafen alle geschlossen. Unser Freund hat in einem der Läden eine Hängematte zum günstigen Preis erstanden und so hat sich der Ausflug doch noch gelohnt. Nach einer großen Fischplatte und frisch gepresstem Orangensaft haben wir auch hier den Rückzug angetreten und den Rest des Tages einfach verdöst und unsere Reisetaschen wieder gepackt.

 

Die letzten paar Tage zu Hause haben wir damit verbracht, die Dinge zu besorgen, die die Beiden mit nach Deutschland nehmen wollten: Haken für die Hängematte, einen dieser praktischen Grillroste, um den herum im nächsten Jahr ein Grill gebaut werden soll, diverse Kleinteile und ein paar Andenken. Zwischendurch haben wir immer mal wieder eine kleine Sehenswürdigkeit besucht oder Ausflüge unternommen. Na ja, und das normale Leben hier will ja auch organisiert sein: Einkaufen, Essen kochen, spülen etc.

Vorgestern haben die Beiden noch einen Abschiedsspaziergang gemacht und dann die Koffer gepackt. Am Abend haben wir sie zum Flughafen gefahren; inzwischen sind sie zu Hause und der Brasilienurlaub ist nur noch Erinnerung. Die Zeit vergeht rasend schnell!