E‘ Migg

Die anhaltend warmen Temperaturen sorgen dafür, dass sie plötzlich wieder da sind: Migge. (Für alle, die nit von hey sin: e Migg ist eine Stubenfliege. Nicht zu verwechseln mit (Stech-)Mücken – des sin nämlich Schnooge. ) Ich hab‘ keine Ahnung, wo Migge normalerweise im Winter sind. Machen die geplanten Winterschlaf oder frieren die einfach irgendwann ein und tauen im Frühjahr wieder auf? Jedenfalls sind sie in aller Regel im Dezember nicht in der Wohnung, was ich als durchaus angenehm empfinde.

Die, die sich jetzt nach und nach in unseren vier Wänden tummeln – ich hab‘ schon 7 Stück gekillt – sind jedenfalls ein bisschen verpeilt. Sie fliegen seltsame Routen und scheuen auch nicht davor zurück, einem frontal ins Gesicht zu fliegen oder sich ständig in meinem Blickfeld zu bewegen und förmlich um die Fliegenklatsche zu betteln. Und anhänglich sind sie auch; selbst ins Schlafzimmer verfolgen sie uns und rauben uns den Nerv. Lästig! So viele Fliegen hatten wir den ganzen Sommer über nicht im Haus und da stehen Türen und Fenster immer auf.
Haben die sich womöglich unsere Wohnung zum Überwintern ausgesucht und wenn ja, warum ist immer nur eine von ihnen aktiv? Nicht, dass ich gleich mehrere von ihnen hier rumschwirren haben wollte, aber seltsam finde ich das schon. Kennt sich jemand von Euch mit Migge aus und kann mir Auskunft geben?

Jedenfalls wären Fliegenklatschen heuer ein brauchbares Weihnachtsgeschenk gewesen … die kann man nämlich auch gegen Schnooge einsetzen. Ich hoffe aber inständig, dass uns diese Viecher wenigstens im „Winter“ erspart bleiben!

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Der Countdown läuft …

ab jetzt wird runtergezählt. Gnadenlos. Wer jetzt noch nicht alle Geschenke hat, sollte sich allmählich sputen. Außerdem macht es Sinn, eine Einkaufsliste für das Festessen zu machen und viel Zeit für den Supermarkt einzuplanen – da sind dann nämlich alle. Und vergesst nicht, Brot beim Bäcker vorzubestellen; die sind immer ganz happy, wenn die Kunden am Morgen des 24sten mal eben fünf Baguette kaufen wollen. Ich wollte meine Bestellung heute abgeben (lassen), das fiel aber wegen Krankheit des Göttergatten/Brötchenkäufers aus. Das Frühstück übrigens auch.

Ihr habt noch keinen Baum? Dann aber hurtig! Wir haben unseren am Mittwoch gekauft – der einzige Tag, an dem der Großraumwagen-Besitzer Zeit hatte – und weil für die folgenden Tage Regen angesagt war, haben wir ihn auch direkt aufgestellt und schon mal die Lichterketten drüber geworfen. Blöderweise haben wir beide nicht mehr daran gedacht, dass wir zwei verschiedene Sorten Lichterketten haben, die wir normalerweise kreuz und quer im Geäst verteilen. Nun ist der Baum zweigeteilt, was einigermaßen bescheuert aussieht. Da ich aber inzwischen schon die Kugeln drangehängt habe, ist daran nun nichts mehr zu ändern. Vielleicht fällt mir noch etwas ein, womit ich die harte Grenze zwischen warm und kalt-weiß etwas abmildern kann. Im Übrigen ist der Baum so, wie für mich ein Weihnachtsbaum zu sein hat: groß und dick. Weihnachten ist für mich dann, wenn jeder der reinkommt sagt: „Boah, was für ein Baum!“. Diesmal kommt vielleicht noch die Frage, warum der oben heller leuchtet als unten. Ok, damit müssen wir dann halt leben. Ich hoffe jedenfalls, dass der am Heiligen Abend noch alle Nadeln hat. Für den Preis sollte man das erwarten dürfen.

Vom Baum mal abgesehen, ist meine Deko dieses Jahr sehr dezent. Der Zeitmangel und das anhaltend warme Wetter lassen nicht so wirklich Weihnachtsstimmung aufkommen. Außerdem muss das ganze Gedöns im Januar ja auch wieder weggeräumt werden und da weiß ich schon, dass ich auch nicht viel Zeit haben werde.

Die nächsten zwei Tage werde ich Speedy Gonzales-mäßig unterwegs sein, am 23. den Heringssalat machen und das schöne alte Geschirr von meiner Oma spülen. Beides kommt nur an Heilig Abend auf den Tisch; der Salat, weil er verdammt viel Arbeit macht und das Geschirr, weil es nicht spülmaschinenfest ist. Ach ja, und dann kann es kommen, das Christkind.

Ich wünsche Euch allen ein schönes friedvolles Fest und geruhsame Feiertage!