Stinksauer

Warum vereinbart man eigentlich Termine, wenn sie dann doch nicht eingehalten werden?
Normalerweise sollte ich heute Abend in meinem neuen Bett liegen und morgen vielleicht mal ohne Rückenschmerzen aufwachen … sollte!

Am Montag wurde telefonisch der Liefertermin mit der Spedition abgesprochen: Mittwoch, zwischen 8.00 und 13.00 Uhr. Der Fahrer meldet sich ca. eine Stunde vorher telefonisch an. Prima!

Das Zimmer ist auf die Ankunft der neuen Schlafstatt vorbereitet, der Boden noch einmal gewischt. Wir warten brav seit acht Uhr und nichts passiert. Als mein Mann gegen halb elf noch einmal mit der Spedition telefoniert (er ist aber auch ungeduldig) erfährt er, dass der Termin abgesagt wurde. Häää???
Angeblich habe die Spedition unter der Nummer XYZ (ist nicht unsere) angerufen und erfahren, dass die Wohnung noch nicht bezugsfertig sei. Doppel-Häää???
Was soll das?
Die Telefon-Maus will das klären und sich wieder melden. Das tut sie auch kurz darauf und erzählt freudig, dass noch eine weitere Person ein Bett bestellt habe und bei ihr die Wohnung halt noch nicht fertig ist. Schön, aber was hat das mit uns zu tun?

Als nächstes will sie klären, ob unsere Lieferung heute noch erfolgen wird und sich wieder melden, was sie natürlich nicht tut. Nach zwölf versucht es mein Mann seinerseits und labert den Anrufbeantworter voll. Die Büromädchen sind wohl zu Tisch. Inzwischen ist es 14.00 Uhr und nichts ist passiert.

Der DHL-Mann, der sein Kommen ebenfalls für heute angekündigt hat (und der fast genauso dringend erwartet wird) ist auch noch nicht in Sicht.

Ich könnte aus der Haut fahren!

Nachtrag:

Um 14.10 Uhr hörten wir das Rangieren eines klapprigen Lkw vor dem Haus. Hoffnung keimte auf! Und tatsächlich, es war die Spedition und durch irgendeinen glücklichen Umstand hatten sie auch alle Teile unseres neuen Bettes dabei. Yeppeee! Zwei Männer wuchteten die schweren Teile ins Schlafzimmer, ließen sich den Empfang quittieren und steckten ihr Trinkgeld weg. Dann waren wir allein mit den klobigen Packstücken. Aufbauen wollten wir das Ding selbst, was laut Anleitung pipi einfach sein sollte. Ich sag’s mal so: Ein klein wenig Erfahrung mit Möbelaufbau sollte man schon haben und es ist auch von Vorteil, wenn man eine Anleitung richtig zu interpretieren weiß. Und Muckis sollte man/frau haben, und zwar nicht zu knapp!
Nach drei Stunden hatten wir alles ausgepackt, zusammengebaut und das Verpackungsmaterial zwecks Entsorgung in meinem Auto verstaut. Schnell noch zwei frische Laken auf die Betten und erst einmal probeliegen. Mit Füße hoch, versteht sich. Ein Genuss!!! Ich mochte gar nicht mehr aufstehen!

Der DHL-Mann war auch irgendwann da. Er hat das kleine Päckchen einfach in den Briefkasten gestopft, wo wir es zusammen mit unnützer Reklame und einigen Rechnungen gefunden haben. Toll.

Geschlafen haben wir in der letzten Nacht jedenfalls hervorragend, auch wenn alles noch etwas ungewohnt ist. Vielleicht waren wir auch einfach nur kaputt genug und hätten womöglich überall gut geschlafen. *grins*
Für nächsten Mittwoch ist das restliche Schlafzimmer avisiert und da müssen wir nicht selbst Hand anlegen. Wir lassen aufbauen!

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Leben in der Rumpelkammer

So langsam geht es mir auf den Geist, das Schlafen in der Rumpelkammer! Tage lang habe ich Schränke ausgeräumt und jeden noch so winzigen Stauraum in anderen Schränken zugestopft, Kisten gepackt und rumgewuchtet, aussortiert und überlegt, was wir in den nächsten paar Tagen an Wäsche benötigen werden. Alles, um ein halbwegs normales Leben führen zu können und wenigstens die wichtigsten Sachen auf Anhieb zu finden.

Das alte Schlafzimmer ist inzwischen abgebaut und in der Sperrmüllpresse gelandet, das Zimmer ist frisch gestrichen und für das neue Mobiliar vorbereitet. Ein schöner großer Raum und vor allem sehr schön leer! Dafür ist das Gästezimmer (größer als das eigentliche Schlafzimmer) jetzt rappelvoll. Ans Fenster kommt man nicht mehr, weil davor zwei Leitern mit einer Stange stehen, auf der die Hängeklamotten baumeln. Was nicht auf die Stange passte, hängt an irgendwelchen Zimmertüren, Schrankschlüsseln, Haken und Türklinken. Vor den vollgestopften Schränken stehen Umzugskisten und sonstige Kartons mit Bett- und Tischwäsche, Handtüchern etc. Waschkörbe beinhalten T-Shirts und Schuhe, Plastikkisten die Ski- und Sportkleidung. Auf den Kistentürmen landen die Klamotten, die wir tagsüber getragen haben und die noch nicht reif für die Wäsche sind. Ganz selten benötigte Dinge (Inhaliergerät, Rotlichtlampe, Heizkissen) stehen in ihren Originalverpackungen unter der Vitrine. Warum zum Teufel hat man eigentlich so viel Kram, den man kaum benutzt?

Ok, die selten benötigten Dinge werden wir behalten … so langsam kommen wir ja in das Alter, wo man immer mal „Rücken“ und sonstige Wehwehchen hat. Aber warum Hemden, Unterhosen und Socken für drei Mann, wenn nur einer im Haushalt lebt? Ich habe übrigens auch zu viele Sachen, aber bei Frauen ist das ja etwas anderes. 😉 Erschrocken war ich allenfalls über die Sammelkiste mit Gürteln, die nicht mehr passen, das Sortiment einst modischer Armbanduhren und die alten Brillen.
Ich bin mir aber ganz sicher, dass nicht alles wieder in die neuen Schränke eingeräumt wird. Das habe ich mir jedenfalls ganz fest versprochen! Ich bin sogar geneigt, mich von einigen Handtaschen zu trennen – obwohl die vielleicht mal wieder in Mode kommen. *schallend lach*

Jetzt sehne ich den Tag herbei, an dem wenigstens das neue Bett Einzug in das leere Zimmer hält. Dann kann ich meinen Einschlaf-Fernseher wieder nutzen und falle beim Aufstehen nicht gleich über irgendwelche Kartons. Ach ja, und ein bisschen Ordnung hätte ich auch gerne wieder.

 

Wochenend‘ und Sonnenschein

Das vorhergesagte schöne Wochenende lässt mein Gärtnerherz höher schlagen und so bin ich gleich in der Frühe relativ leicht bekleidet (es soll ja warm werden) durch mein Pflanzenparadies marschiert. Vier Grad und Regen! Wie bescheuert bin ich eigentlich? Es machte keinen rechten Spaß und entsprechend mager war meine Ausbeute. Neben etwas Grünzeug habe ich Immerhin noch einen Geschenkgutschein und einen Sack Blumenerde ergattert. Ein bisschen was zum Buddeln habe ich jetzt also da.

Der Regen hat inzwischen aufgehört, aber der Himmel sieht aus, als könne er jederzeit wieder damit anfangen. Die Temperaturen sind immerhin auf stolze 8° C geklettert!
Ey Petrus, mach‘ hinne. So ein Wochenende ist kürzer, als man denkt! Es reicht nicht, den Bayern den Föhn zu schicken; wir wollen es jetzt auch ein bisschen nett haben!