Leben in der Rumpelkammer

So langsam geht es mir auf den Geist, das Schlafen in der Rumpelkammer! Tage lang habe ich Schränke ausgeräumt und jeden noch so winzigen Stauraum in anderen Schränken zugestopft, Kisten gepackt und rumgewuchtet, aussortiert und überlegt, was wir in den nächsten paar Tagen an Wäsche benötigen werden. Alles, um ein halbwegs normales Leben führen zu können und wenigstens die wichtigsten Sachen auf Anhieb zu finden.

Das alte Schlafzimmer ist inzwischen abgebaut und in der Sperrmüllpresse gelandet, das Zimmer ist frisch gestrichen und für das neue Mobiliar vorbereitet. Ein schöner großer Raum und vor allem sehr schön leer! Dafür ist das Gästezimmer (größer als das eigentliche Schlafzimmer) jetzt rappelvoll. Ans Fenster kommt man nicht mehr, weil davor zwei Leitern mit einer Stange stehen, auf der die Hängeklamotten baumeln. Was nicht auf die Stange passte, hängt an irgendwelchen Zimmertüren, Schrankschlüsseln, Haken und Türklinken. Vor den vollgestopften Schränken stehen Umzugskisten und sonstige Kartons mit Bett- und Tischwäsche, Handtüchern etc. Waschkörbe beinhalten T-Shirts und Schuhe, Plastikkisten die Ski- und Sportkleidung. Auf den Kistentürmen landen die Klamotten, die wir tagsüber getragen haben und die noch nicht reif für die Wäsche sind. Ganz selten benötigte Dinge (Inhaliergerät, Rotlichtlampe, Heizkissen) stehen in ihren Originalverpackungen unter der Vitrine. Warum zum Teufel hat man eigentlich so viel Kram, den man kaum benutzt?

Ok, die selten benötigten Dinge werden wir behalten … so langsam kommen wir ja in das Alter, wo man immer mal „Rücken“ und sonstige Wehwehchen hat. Aber warum Hemden, Unterhosen und Socken für drei Mann, wenn nur einer im Haushalt lebt? Ich habe übrigens auch zu viele Sachen, aber bei Frauen ist das ja etwas anderes. 😉 Erschrocken war ich allenfalls über die Sammelkiste mit Gürteln, die nicht mehr passen, das Sortiment einst modischer Armbanduhren und die alten Brillen.
Ich bin mir aber ganz sicher, dass nicht alles wieder in die neuen Schränke eingeräumt wird. Das habe ich mir jedenfalls ganz fest versprochen! Ich bin sogar geneigt, mich von einigen Handtaschen zu trennen – obwohl die vielleicht mal wieder in Mode kommen. *schallend lach*

Jetzt sehne ich den Tag herbei, an dem wenigstens das neue Bett Einzug in das leere Zimmer hält. Dann kann ich meinen Einschlaf-Fernseher wieder nutzen und falle beim Aufstehen nicht gleich über irgendwelche Kartons. Ach ja, und ein bisschen Ordnung hätte ich auch gerne wieder.

 

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4 Gedanken zu “Leben in der Rumpelkammer

  1. Liebe Caipi,
    ich kann ja so gut mit dir mitfühlen, denn 3 Wochen auf einer Baustelle und nur aus Kartons leben, waren auch nicht so genial bei meinem Umzug 😉

    Was glaubst du, wie groß die Freude und wie wunderbar das Gefühl dann ist, wenn dein neues Schlafzimmer steht *hach

    Das Schlimmste hast hinter dir und das SCHÖNE steht bevor 😉

    Wünsche dir eine gute Woche
    und lass ganz ❤ liche Grüsse hier,
    Uschi

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    • Danke, liebe Uschi, für Deine aufmunternden Worte. Wenn ich nicht erst im letzten Jahr eine Großbaustelle gehabt hätte, würde ich das jetzt vielleicht mit Fassung tragen; so bin ich einfach nur genervt. Aber Du hast natürlich Recht, ich sollte mich auf die neuen Möbel freuen. Also werde ich das jetzt mal versuchen. 🙂
      Liebe Grüße, Caipi

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  2. Unser Bad ist im Augenblick auch nur eine leere Höhle…das braucht auch noch 1-2 Wochen. Aber immerhin, es wird gemacht, worüber wir ganz glücklich sind! Und da wir ein zweites Klo und noch ne Dusche haben, und obendrein auch inzwischen nur noch zu zweit hier wohnen, geht das alles. Aber der Stauuuuub……irgendwas ist ja immer! 😉

    Wir schaffen das! 🙂

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    • Klar schafft Ihr das! Ein neues Bad ist toll; wir genießen unseres jeden Tag aufs neue.
      Ich weiß ja auch, dass die Zeit des Wartens irgendwann ein Ende hat. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Zeit immer dann schleicht, wenn ich gerne schon zwei Wochen weiter wäre.
      Üben wir uns also weiter in Geduld!
      Liebe Grüße, Caipi

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