Vermischtes

Nur für den Fall, dass mich jemand vermisst hat: ich lebe noch! Ich habe mir eine Art Sommerpause genommen und lieber an der Nähmaschine als am Rechner gesessen. Am Garten hatte man ja nicht viel Spaß in diesem Super-Sommer. Entweder es hat geschüttet, oder es war so heiß, dass man freiwillig im Haus geblieben ist und die Fenster verdunkelt hat.

Mein nächster Blog-Eintrag sollte auch von unserem endlich fertig gestellten Schlafzimmer berichten, aber das würde mir echt zu lange dauern. Es ist nämlich immer noch kein Ende abzusehen! Die Möbel kamen nach zehn Wochen zum angekündigten Termin und wurden aufgebaut. Es fehlte eine Abdeckplatte für einen Nachttisch, die Einlegeböden für einen Schrank und eine Schranktür war statt in Weißglas in Spiegelglas geliefert worden, was ziemlich besch… aussieht, weil die Schrankwand nun aus fünf verschiedenen Türen besteht. Ok, das kann ja mal passieren … obwohl ich auch das nicht verstehe, weil jedes noch so kleine Teil eine eigene Bestellnummer hat und irgendjemand die Bestellung mit dem Lieferschein hätte vergleichen können/müssen. Das kann so schwer ja nicht sein.

Die Firma hat sich mit einem Standardbrief entschuldigt und rasche Abhilfe versprochen. Schlappe sieben Wochen später erfolgte der erste Abhilfeversuch. Schon als die Männer die Schranktür aus dem Wagen wuchteten war mir klar, dass die nicht passt. Ebenfalls nicht passend waren die Einlegeböden für den Schrank, den ich so dringend benötigte. Nur die Abdeckplatte für den Nachttisch stimmte. Dafür hatte ich nun den ganzen Vormittag das Haus gehütet; das Ding hätten sie mir auch vor die Tür stellen können. Ich wurde langsam stinkig und in dieser Laune gelingt es mir trefflich, böse Briefe zu schreiben und meinem Unmut Luft zu machen.

Nach knapp zwei Wochen und etlichen Telefongesprächen kamen immerhin passende Einlegeböden, so dass ich jetzt die letzten drei Wäschekisten endlich aus- und zwei Schränke noch einmal umräumen konnte. Das war Anfang Juli. Anfang August erfolgte der zweite Versuch, die falsche Tür auszutauschen. Vorab rief die Firma bei uns an und erklärte, sie hätten jetzt alles überprüft und nun sei die richtige Tür da. Der Lkw fuhr zum verabredeten Zeitpunkt vor. Diesmal waren die Männer aber schlauer und packten erst einmal nur ihr Werkzeug aus und besahen sich den Schrank. Beide tauschten einen kurzen Blick, der eine kratzte sich am Kopf und meinte: „Nee, so eine Tür haben wir nicht dabei!“. Ich fiel fast vom Glauben ab. Das kann doch alles nicht wahr sein!
Wieder schrieben die Männer einen Bericht und machten Fotos, wie die Kollegen zuvor auch. Ich frotzelte noch, ob ich zum besseren Verständnis vielleicht mit Lippenstift „falsch“ auf die entsprechende Tür malen solle, was jedoch verneint wurde.

Ich habe den Bericht ja nicht gelesen, aber diesmal waren die Monteure vielleicht etwas schlauer: Das entsprechende Schrankteil sollte aus zwei großen Schwebetüren und einer schmalen Drehtür bestehen, alles in Weißglas. Die Kollegen haben wohl immer nur die rechte Tür als falsch deklariert (was insofern richtig war, als es sich um die rechte Schwebetür handelt). Jedenfalls erfolgte ein weiterer Anruf der Lieferfirma, dass sie jetzt wüssten, um welche Tür es sich handelt und nun wirklich eine rechte Schwebetür bestellen. Ich hab‘ davon abgesehen, noch einmal auf Bestellnummern hinzuweisen. Das kümmert ja sowieso niemanden. Jedenfalls dauert es noch einmal bis Ende September, bis das Teil geliefert werden kann. Das wäre dann der dritte und hoffentlich letzte Versuch. Alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Noch habe ich die Hoffnung, bis Weihnachten in einem Zimmer zu schlafen, wie wir es im Februar bestellt haben. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ansonsten sind wir aber mit den Möbeln sehr zufrieden und in dem neuen Bett liegen wir ganz hervorragend. Alles richtig gemacht!

Viel mehr erzählenswertes ist eigentlich nicht passiert; kleine und mittlere Katastrophen wurden gemeistert, große sind (toi,toi,toi) ausgeblieben. Wir hatten lieben Besuch, haben ein schönes Wochenende mit Freunden verbracht, das hiesige Weinfest bei erstaunlich schönem Wetter absolviert und einige Geburtstage gefeiert. Das ganz normale Leben also. Inzwischen bin ich damit beschäftigt, unseren diesjährigen Brasilienaufenthalt vorzubereiten, die Kühltruhe leer zu futtern und den Garten auf den Winter vorzubereiten. Das derzeitige Sommerwetter kann ich übrigens bei alle dem so gar nicht gebrauchen!

 

 

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