Kühe gucken

Drei Tage nix tun außer schlafen, essen und lachen – ach, war das schön! Wir haben Freunde in ihrer Ferienwohnung in Österreich besucht und einfach die Seele baumeln lassen.
Nur Berge, saftige Wiesen und glückliche Kühe. Dabei ist mir erstmals richtig aufgefallen, wie positiv sich die Farbe grün auf das Gemüt auswirkt. :yes:
Die Umwelt schien völlig intakt zu sein und dass beim letzten großen Sturm riesige Teile des Waldes einfach umgefallen sind, fiel dem Ortsfremden gar nicht auf. Nur die riesigen Holzstapel an den Straßen vermittelten eine Ahnung davon, was da abgegangen sein muss. 8| Nun sitzt der Bauer auf seinem Holz und kann es nicht verkaufen, weil die Preise total im Keller sind.
Heile Welt nur für Besucher!

Wir als Kurzurlauber konnten einfach nur genießen und die Viecher beobachten. Es ist schon drollig, wie die Kühe morgens in Reih und Glied vorm Gatter stehen und gemolken werden wollen, oder wie einträchtig der Hofhund und die Katze miteinander schmusen und beide exakt den gleichen Augenaufschlag haben, wenn es darum geht, ein Leckerchen zu erbetteln.
Da hätte ich es gut noch ein paar Tage ausgehalten! *Seufz*

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Fremdsprachen

Es gibt Menschen mit angeborener Sprachbegabung. Die kann ich nicht leiden. Sie lernen Fremdsprachen ohne große Anstrengung, können sich Vokabeln mühelos merken und die Grammatik saugen sie nebenbei auf.
Bei mir ist das anders. Mit Englisch habe ich mich während meiner ganzen Schulzeit rumgequält und die Fünf im Zeugnis gab’s nur mit Rücksicht auf die armen Eltern. 😳 In Deutsch hatte ich irgendwann mal einen Lehrer, der mir die Grundlagen nahebringen und damit mein Interesse wecken konnte. Inzwischen habe ich beides einigermaßen drauf und die hessische Mundart macht sowieso keine Probleme.

Schwierig wird es erst, wenn man in ein vermeintlich deutsprachiges Land fährt und feststellt, dass die ganz anders reden. Österreich zum Beispiel. Es ist bekannt, dass man – kaum dass die ersten Berge in Sicht sind – „Grüß Gott“ sagt, wenn man einen Laden betritt. Das kriege ich hin. :yes:

Jahre habe ich aber gebraucht, um den Unterschied zwischen obi, aufi und umi zu kapieren (keine Ahnung, ob man das so schreibt; die Österreicher mögen es mir nachsehen). Bei Stelzen aus dem Rohr weiß ich, dass das ein lecker Fresschen ist, welches ich einmal im Urlaub zu mir nehmen muss. Dazu gibt’s frisch geriebenen Kren und danach brauche ich ein Stamperl mit einer brennbaren Flüssigkeit und eventuell eine Melange.
Paradeiser sind Tomaten und Aprikosen heißen Marillen. Diese harmlosen Ausdrücke kann man auch als Tourist durchaus benutzen.
Bei Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher :)) (Irrenanstalt für Gestrauchelte), verzichtet man freiwillig darauf.
Das Wort für einen Lippenpflegestift allerdings treibt mir die Schamröte ins Gesicht und hört sich aus dem Mund eines Nicht-Österreichers eher vulgär an. 88| Das ist nur mit österreichischem Zungenschlag lustig und auch das Wort für Mundharmonika klingt kein bisschen anstößig, wenn es von einem Einheimischen benutzt wird.

Bei „Fremdsprachen“ ist also durchaus Vorsicht geboten, ob mit oder ohne Matura. ;D