Wochenrückblick

Hilfe, mir rennt die Zeit davon! Seit wir aus dem Urlaub zurück sind, kriege ich die Kurve nur noch mit knapper Not. Wäsche- und Postberge sind zwar inzwischen abgetragen, aber klammheimlich haben sich schon wieder neue Häufchen angetürmt: hier ein Körbchen Bügelkram, da ein paar Dinge, die einer speziellen mentalen Vorbereitung bedürfen, dort etwas, was schon hätte vor dem Urlaub erledigt werden sollen. Dazwischen immer noch Leute, die meine Planung zunichte machen und widerspenstige Gerätschaften. Oh Scotty, beam me up!

Am vergangenen Wochenende hatten wir ein echtes Kontrastprogramm.
Samstag: Ohne Frühstück aus dem Haus, Anreise zum runden Geburtstag mit Familienclan, leckerem Mittagessen und anschließendem klassischem Konzert. Ordentliche Kleidung und halbwegs gutes Benehmen waren angesagt.
Übernachtung im Hotel, Rückreise. Umziehen und sofort wieder los zum Fußball. Derbes Schuhwerk, drei Pullover übereinander und den Emotionen freien Lauf lassen: „Schiriii – Du Ars…loch!“. Ach nee, so schlimm war es gar nicht. Der Schiedsrichter war ok, unsere Mannschaft hat gut gespielt und verdient gewonnen. Außer an den Temperaturen gab es kaum was zu meckern; es war saukalt! Anschließend zur Nachbesprechung in die Fankneipe und endlich mal wieder was gegessen (der Magen hing mir längst in den Kniekehlen). Nach Hause zum „Tatort“ – die Augen schon auf Halbmast – und danach endlich ins Bett. :zz:

Nun steht schon wieder ein Wochenende vor der Tür und zumindest den Samstag haben wir für diverse Arbeiten vorgesehen (Weihnachtsbeleuchtung demontieren 8|, kaputten Spülkasten austauschen, Schikrempel im Spitzboden verstauen etc.). Ich freu’ mich schon. Der Sonntag geht dann wieder komplett für Fußball drauf (Auswärtsspiel). Hoffentlich kann ich im Bus wenigstens meine Hausaufgaben für den Portugiesischkurs erledigen. Die Ferien sind nun endgültig vorbei.

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Partiell putzen

Ui, das war mal was ganz Neues. Vorab: mein Handwerker hat es wirklich geschafft, das Feld rechtzeitig zu räumen. Um 13.30 Uhr sah es bei uns noch aus, als habe eine Bombe eingeschlagen. Farbeimer, diverse Leitern und Werkzeug lagerten im Wohnzimmer, während der Maler sich im Treppenhaus zum Keller austobte. Der Schuhschrank stand abgedeckt mitten im Flur, überall lag Folie und diese graue Auslegeware. Ich konnte immer nur kleine Abschnitte im Haus von den Hinterlassenschaften des Handwerkers befreien und die gereinigte Fläche anschließend zur Sperrzone erklären. Ich habe Dispersionsfarbe hassen gelernt: sie wird immer mehr beim Putzen. Man findet einen kleinen Klecks, wischt ein paar Mal darüber und hat plötzlich eine große weißliche Fläche. Gruselig! :>

Aber ich hab’ es geschafft. Der Maler zog um 14.00 Uhr ab, um 14.45 Uhr standen die ersten Gäste in der Tür und keiner hat was gemerkt! Alles war halbwegs sauber – ok, kleine Farbspritzer finde ich immer noch, aber die fielen wirklich nicht auf. Sogar das Essen konnte ich noch vorbereiten. Nur duschen und umziehen war nicht mehr drin. Ich hab’ einfach so getan, als würde ich immer mit verschwitzen Haaren rumlaufen und ein strahlendes Lächeln aufgesetzt. The show must go on! :))
Es wurde ein sehr harmonisches und ergiebiges Treffen und gelacht haben wir auch viel. Meinen kurzen Schwächeanfall am Abend hab’ ich in der Küche genommen und auch schnell wieder überwunden. Dafür habe ich es gestern etwas langsamer angehen lassen und heute wird auch nicht viel passieren. Wir müssen nach Fürth und unsere Mannschaft anfeuern, die – passend zur allgemeinen Krise – ebenfalls in einem Tief steckt. Ein bisschen geht mir das mit dem Fußball schon auf den Geist; man kommt ja zu nichts mehr, wenn man ständig auf der Straße und/oder im Stadion ist. Dafür kenne ich bald jedes Klo auf deutschen Autobahnen. Vielleicht kann ich nebenher noch als Raststätten-Testerin was dazu verdienen?
Drückt uns bitte die Daumen, dass die Niederlage heute nicht ganz so heftig ausfällt! 🙄