Gurkenkrieg und Eiertanz

Es ist wieder einmal so weit: wir kriegen Essen verboten. Alle Jahre wieder das gleiche (Sommer-) Theater! Nach Rinderwahn, Schweinepest und Vogelgrippe ist jetzt das vermeintlich gesunde Zeug dran. Im letzten Jahr wurden uns die Eier vermiest, jetzt sind es die Gurken und in vorauseilendem Gehorsam kaufen die Leute überhaupt nix Vitaminhaltiges mehr. In den Kantinen gibt es nur noch Nudelsalat, die Bauern stöhnen und schreddern zentnerweise Grünfutter und Mutti weiß nicht mehr, was sie an warmen Sommertagen noch auf den Tisch bringen darf.

Es ist zum Kotzen!

Die Spanier sind sauer, weil auf 2 (in Worten: Zwei!) ihrer Gurken der EHEC-Erreger nachgewiesen wurde und sie nun die ganze Produktion einstampfen sollen. Bei einer dritten Gurke weiß man noch gar nicht, woher sie kommt. Holland oder Dänemark waren im Gespräch. Holland … ok, da weiß man ja, dass sie gerne Gemüse mit hohem Wasseranteil und null Geschmack unters deutsche Volk bringen, aber Dänemark?? Ich habe bewusst noch nie eine Gurke aus Dänemark in unseren Läden gesehen.

Jeder gibt Meldungen heraus, wie es ihm gerade passt. Gestern hieß es, zwei spanische Gurkenbetriebe seien geschlossen worden, heute wird dementiert.
Und dann immer diese widersprüchlichen Verhaltensregeln: die einen sagen, normales Waschen und Schälen genügt, die anderen raten davon ab, überhaupt etwas davon zu verzehren, weil der Erreger das gesamte Gemüse durchdringt. Ja was denn nun?

Wisst Ihr was – ich lasse mich überhaupt nicht verrückt machen! Ich esse weiterhin Gurken – so ich denn welche kaufen kann – und vertraue einfach mal auf mein intaktes Immunsystem und ein bisschen Glück. Als Raucher lebt man sowieso gefährlich, da ist es grad egal, was man sonst noch an schädlichem Zeug zu sich nimmt. Ich spüle das Essen einfach mit Rotwein runter, dann wird’s schon gehen. 😉

Aber ich bin sehr gespannt darauf, ob irgendwann herauskommt, wie das Zeug tatsächlich auf/in die Gurken gekommen ist.

Wie haltet Ihr es derzeit mit der Ernährung?