Angewohnheiten

Oh Mann, irgendwie wiederholt sich ja doch alles und ohne dass man es sich versieht, übernimmt man Angewohnheiten, Redensarten oder Verhaltensweisen, die man schon als Kind nicht gemocht oder zumindest als sonderbar empfunden hat.

Ich denke dabei z.B. an den beliebten Spruch meiner Mutter: „Aber komm‘ nicht so spät!“, wenn ich als Teenie abends nochmal wegging. Ich hatte sowieso nur Ausgang bis 22.00 Uhr plus maximal 15 Minuten und als ausgesprochen braver Teenager war ich natürlich immer pünktlich zu Hause. Die Mahnung meiner Mutter war also unnötig und hat mich damals tierisch genervt. (Sorry Mutti, das musste mal raus.)

Was glaubt Ihr, sage ich heute zu meinem Mann, wenn wir abends noch irgendwo hin müssen?
Richtig!
(Bei ihm ist es aber angebracht; er kommt immer auf den allerletzten Drücker! *grins*)

Amüsiert habe ich mich als Kind immer über meine Oma, die gerne im Bett geschmökert hat und regelmäßig mit der Brille auf der Nase eingeschlafen ist. Heute Morgen wurde ich wach und stieß beim Versuch, mir die Augen zu reiben, auf festes Material. 8|
Huch, jetzt werde ich auch schon tüddelig!
… oder wie sagte der Optiker mal zu mir: „E Brill basst erst dann richdisch, wenn mer emol demit geschloofe hot“. :>> Recht hat er!

Ich bin mal gespannt, mit welchen Angewohnheiten meiner Vorfahren ich zukünftig noch konfrontiert werde.