Weihnachtspost

… auch so was, wovor ich mich gerne drücke. Lässt sich aber nicht immer vermeiden, schließlich freut man sich ja selbst über liebe Grüße und sollte die dann wenigstens erwidern.
Manchmal erübrigt sich das allerdings auch. Die Weihnachtskarte unseres Steuerberaters beantworte ich nicht … schließlich haben wir ihm erst kürzlich ein dickes Kuvert mit unseren Unterlagen in den Briefkasten gestopft, das muss reichen. Auch die Bank, die uns alljährlich „ein erfolgreiches neues Jahr“ wünscht, kann mich mal; die wollen vom Erfolg nur was abhaben. Die Apotheke wünscht mir ein „neues Jahr mit viel Gesundheit“, verbunden mit einem Gutschein, der beim Kauf von Ginseng-Präparaten oder Stützstrümpfen (HALLO???) eingelöst werden kann.

Firmen schießen in ihrem Weihnachtstaumel auch gerne übers Ziel hinaus. Dieses Jahr kam eine Karte eines Immobilienmaklers, bei dem ich lediglich mal Infomaterial angefordert habe. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Häää???
Auch nett fand ich die Karte einer XYZ-Gesellschaft für Fachwerksanierung und Anstrich mbH. Die dankten zum Jahreswechsel für unser Vertrauen und unsere Treue und hoffen ebenfalls auf weitere gute Zusammenarbeit. :crazy: Ich schwöre, mit denen hatten wir noch nie was zu tun. Weder hatten wir marodes Fachwerk zu sanieren, noch haben die bei uns irgendetwas angestrichen. Keine Ahnung, wie wir in deren Kundenkartei kommen. Die Karte ist mit 55 Cent frei gemacht und ist fürn Arsch fürs Altpapier. Unsere 55 Cent und die der übrigen unnötig Angeschriebenen landen im nächsten Jahr auf den Rechnungen der tatsächlichen Kunden. Ein Grund mehr, unser Wohnzimmer lieber selbst zu streichen. 😛

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