Schon wieder

ein Jahr älter. Nee, wat geht dat schnell. War es nicht kürzlich erst, als ich meinen runden Geburtstag gefeiert habe? An die Fete kann ich mich erinnern, als sei es gestern gewesen und tatsächlich ist das schon drei Jahre her. Unglaublich!

Allen, die mich vorgestern mit guten Wünschen, virtuellen Blumen und sogar Torte bedacht haben, noch einmal herzlichen Dank.
Den Tag selbst habe ich mit einem schönen Frühstück begonnen und mit einem gemütlichen Abendessen unter Bäumen im kleinen Kreis beendet. Dazwischen habe ich eigentlich nur telefoniert, Emails beantwortet, zwei Maschinen Wäsche gewaschen, die Spülmaschine ausgeräumt und Werbung für unseren Verein in Auftrag gegeben. Alles ganz entspannt und ohne Hektik. Sehr schön, so könnte es bleiben im neuen Lebensjahr. Wird es aber nicht, das ist schon heute klar. 🙄

Sobald ich weiß, wo wir unseren Fotoapparat wieder hingeschafft griffbereit hingelegt haben, werde ich Euch noch ein paar Bilder meiner wirklich schönen Geburtstagssträuße liefern. Erstmal muss ich aber jetzt zum Fußball – mal sehen, was das heute wieder gibt.

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Schon wieder feiern

Nachdem wir vor einigen Monaten zur akademischen Feier anlässlich eines 100-jährigen Vereinsbestehens geladen und uns lange Reden angehört haben, wurde dieses Ereignis gestern erneut begangen, allerdings zünftig im Festzelt: mit Dicke-Backe-Musik, Kaffee und Kuchen und abends einem leckeren Buffet. Alles total entspannt, ohne Reden (außer einer kurzen Begrüßung), aber mit netten Gesprächen. So geht es auch! Hat richtig Spaß gemacht. :yes:

Allerdings haben wir uns auf den Bierbänken den Hintern breit gesessen und der Rücken hat es auch nicht so richtig gemocht. Gut, dachten wir uns, machen wir heute mal was anderes und stellen uns auf den Fußballplatz. Das erste Testspiel unserer Mannschaft stand an und da das Team ja völlig neu zusammengewürfelt ist, mussten wir jetzt doch mal gucken, was die so drauf haben.
Das Spiel fand im alten Stadion in Wehen statt, das sehr gemütlich ist. Es liegt auf einem Hügel, umgeben von Wiesen und Weiden. An der Milchkanne muss man links und dann ist man auch gleich da. Die Zuschauer stehen direkt an der Bande und können den Spielern zurufen, was sie machen sollen. Manchmal klappt das sogar! ;D

So’n Testspiel ist aber schon irgendwie komisch. In der zweiten Halbzeit stand praktisch eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz und gekannt haben wir jeweils nur zwei oder drei Spieler. Den Test haben unsere Jungs jedenfalls 5 : 1 gewonnen, was ja hoffen lässt. (Allerdings war das auch kein ernst zu nehmender Gegner.)
Die Stadionbratwurst jedenfalls war lecker und – wie gesagt – alles sehr gemütlich.
Auf dem Heimweg haben wir uns noch ein Stückchen Kuchen mitgenommen, das wir gerade verspeist haben. Den Rest des Tages werden wir auf der Couch vergammeln und uns das Getröte in Südafrika anhören. Da ist der Gastgeber gerade gegen Spanien in Führung gegangen. Der Lärm im Stadion ist ohrenbetäubend und ich bin heil froh, dass ich da nicht live dabei sein muss.
Heute Abend gibt’s noch Brasilien gegen USA; ist eh klar, für welche Mannschaft ich da bin, oder? :>>

Einen schönen Restsonntag allerseits!

PS: Jetzt drehen die Spanier auf. Zwei Tore in Null komma nix! Im Stadion ist es jetzt merklich ruhiger geworden. Die afrikanischen Fans sind sichtlich geschockt und ich kann’s ihnen nachfühlen.

Familie kompakt

Ein Großteil unserer Familie wohnt zu weit weg, um sie mal eben zum Kaffee zu besuchen. Wir sehen uns nur, wenn man auf der Durchreise sowieso in der Nähe ist oder aber zu großen Ereignissen. Hochzeit ist so ein Großereignis und die stand am vergangenen Wochenende an; ein Geburtstag kam auch noch dazu. Also traf sich die ganze Sippe in einem Hotel und wir hatten drei Tage Feiern am Stück. So richtig mit allem drum und dran. :yes:

Am Donnerstag lockerer Geburtstag in einer Straußwirtschaft, am Freitag Standesamt mit anschließendem Gartenfest und am Samstag Kirche, Sektempfang, Abendessen, kleinem Show-Block und Tanz bis in die Frühe. Als ich um halb vier morgens ins Bett gefallen bin, war ich genau 23 Stunden auf den Beinen und spürte dieselben kaum noch. Ich hab‘ den Aufschlag auf die Matratze nicht mehr gehört sondern bin sofort eingeschlafen. Blöderweise war um sieben die Nacht für mich schon wieder zu Ende. Also hab‘ ich mir erst mal einen Kaffee gemacht und mich auf den Balkon in die Sonne gesetzt. Aus dem Frühstücksraum hörte ich schon einige mir wohlbekannte Stimmen. Nach solchen Feiern sind die Eltern von Kleinkindern wirklich nicht zu beneiden! Die Babys hatten die Fete verpennt und die leicht verkaterten Eltern waren den Gute-Laune-Jauchzern ihrer Abkömmlinge hilflos ausgesetzt. :)) Ich schmunzelte und trank den letzten Schluck Kaffee. Danach unter die Dusche und versucht, den immer noch geschwächten Körper wieder fit zu kriegen – was allerding nur mäßig gelungen ist. Nachdem auch meine bessere Hälfte wieder halbwegs auf den Beinen war, gab es auch für uns Frühstück. Danach Klamotten einpacken, noch ein kurzer Smalltalk auf der Terrasse und ab nach Hause.

Schnell die kurzen Hosen und bequeme Schuhe an und los zum nächsten Ereignis: Fußball. Letztes Heimspiel der Saison. Das durften wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen, ebenso wenig wie den anschließenden Ausklang in der Fankneipe. Um 18.00 Uhr sind wir dort weg, haben unterwegs noch einen Imbiss gekauft und den auf der heimischen Terrasse verspeist. Eine Stunde später lag ich auf dem Bett – nur mal eben die Füße ein bisschen hochlegen. Ich kann mich an nix mehr erinnern. Heute Morgen um halb fünf lagen meine Füße immer noch hoch, sind aber mittlerweile wieder auf Normalmaß geschrumpft.
Heute werde ich nur sitzen, ich schwöre!

Hot, hot, heiß

Wochenende und faul sein ist gerade nicht angesagt. Die Wochenenden sind bis in den Juli hinein restlos verplant, wie wir gestern gerade entsetzt feststellen durften. 8|
Vergangenen Samstag/Sonntag waren wir in Augsburg zum letzten Auswärtsspiel unserer Absteiger-Mannschaft. Die eingeschworene Fangemeinde hatte beschlossen, daraus eine Fahrt mit Übernachtung zu machen und ein Freiwilliger hat kleines Rahmenprogramm zusammen gestellt.
Als die Mannschaften ins voll besetzte Stadion einzogen, erschallte „Time To Say Good Bye“. Passte irgendwie, auch wenn das nicht auf uns gemünzt war, sondern auf das Rosenaustadion, das nach dieser Partie abgerissen wird. Unsere Jungs haben sich wacker geschlagen und erst in der 93. (!) Minute das Gegentor kassiert.
Wieder einmal fast gewonnen. 🙄
Allerdings habe ich vom Spiel nicht allzu viel mitbekommen. Die Sonne brannte und es war so unerträglich heiß, dass ich in der zweiten Halbzeit meist in dem winzigen bisschen Schatten zu finden war – oder am Getränkestand. Reihenweise sind die Zuschauer ohnmächtig geworden. Das Rote Kreuz, Feuerwehr und die Ordner waren nur am Rennen und haben die Leute rausgetragen oder vor Ort versorgt. (Wohlgemerkt, ohne dass von den Kollabierten jemand Alkohol getrunken hatte. Es lag wirklich nur an der Hitze und dem Stehen in der prallen Sonne.)
Gegen Ende des Spiels gab es eine Durchsage, dass an den Aufgängen kostenlos Wasser verteilt würde und die Leute doch bitte regen Gebrauch davon machen sollten.
Ich kann mich nicht erinnern, jemals in meinem Leben so viel Wasser und verdünnten Tee getrunken zu haben, wie an diesem Tag. Kamelmäßige Druckbetankung.
Eines unserer Mitglieder wurde sogar ins Krankenhaus gebracht, wir durften ihn aber später wieder abholen und mit nach Hause nehmen.

Nach dem Spiel kamen noch viele Augsburger Fans zu uns und zollten unserer Mannschaft Respekt. Sie hatten auch nach ihrer Meinung viel besser gespielt, als ihre eigenen Jungs. Bei den Temperaturen war das eine echte Leistung.
Aber was soll’s … ist ja nur Fußball.

Am kommenden Wochenende haben wir Kontrastprogramm: Geburtstag und Hochzeit. Familie satt. Feiern bis der Arzt kommt. Statt Fan-Schal und Jeans jetzt also feiner Zwirn und Stöckelschuhe. Frau ist ja flexibel. Was ich anziehen werde, weiß ich immer noch nicht. Der Fummel vom letzten Mal passt zwar noch, ist aber nicht wirklich Buffet tauglich. Mist! 😳
Egal, irgendwie werde ich mich ein bisschen aufbrezeln. Aus den Haaren ist das Grau der späten Jugend schon verschwunden und gleich lasse ich mir noch ein paar nette Nägel verpassen. Dann sehen wir weiter.
Wenn ich mich im Moment etwas rar mache, wisst Ihr jetzt wenigstens, woran es liegt.
Ich bin im Feierstress! :wave:

Das war ein Wochenende!

Am Freitag bin ich zum zweiten Mal Großtante geworden. Mit der Sache selbst hatte ich zwar nichts zu tun, aber gefreut habe ich mich natürlich ganz doll. Es ist wieder ein Mädchen und ein richtig süßer Fratz! Nachdem unsere Familie viele Jahre immer nur geschrumpft ist, wächst sie nun wieder. Während die Mutter in den Wehen lag, hab‘ ich mit einer Nachbarin das Wochenende mit einem Fläschchen Sekt eingeläutet. 😀

Den Samstagabend haben wir gemeinsam mit Freunden auf einem Fest in unserem altehrwürdigen Schlosspark verbracht. Seit über dreißig Jahren wird dieses Fest von den ansässigen Vereinen ausgerichtet, um mit dem Erlös den Erhalt einer alten Burg zu finanzieren. Mittlerweile erstrahlt die Burg schon fast wieder im alten Glanz und sieht richtig schnuckelig aus. Viele Jahre war es nur eine einsturzgefährdete Ruine. Als Kinder hat uns das trotzdem nicht davon abgehalten, darin herumzuklettern und Burgfräulein zu spielen. Wie gefährlich das war, haben wir erst Jahre später erfahren. 8|
Das Fest jedenfalls ist sehr gemütlich und frei von unnötigem Schnickschnack und Schickimicki. Zu vorgerückter Stunde gab es ein sehr schönes Feuerwerk, das die Burg illuminierte und sich in dem angrenzenden Weiher spiegelte. Sehr romantisch!
Eigentlich wollten wir danach auch brav nach Hause gehen, aber da lag noch ein Bierstand auf dem Weg … und noch später kamen wir auch noch an einer Kneipe vorbei …! 😳 Der Wirt kennt uns und ehe wir es uns versahen, hatten wir die schönste Fete am laufen! Ziemlich angeschickert haben wir uns um kurz nach vier Uhr (morgens!) auf den Heimweg gemacht.

Die Nacht war kurz und unruhig und um 12.00 Uhr mussten wir schon wieder zum Fußball. 🙄 Statt Frühstück gab es eine Stadionwurst und ein vermeintlich alkoholfreies Bier. Ich fühlte mich gleich wieder, wie erst ein paar Stunden zuvor und hab’ dann erfahren, dass diesmal – weil die gegnerischen Fans nicht als Randalierer bekannt sind – richtiges Bier ausgeschenkt wurde. Mein Durstlöscher war also gerade mal ein Aufguss! 88|

Endlich wieder zu Hause, hatte ich noch eine kurze Ruhepause und am Abend waren wir schon wieder zum Essen eingeladen. Das kam mir zwar gelegen, weil ich sowieso nichts hätte kochen wollen in meinem verkaterten Zustand, aber alt sind wir an dem Abend nicht geworden.
Jedenfalls war es ein sehr ereignisreiches Wochenende, das ich nicht gerade als gesundheitsfördernd bezeichnen würde. Aber egal, die ungeplanten Feiern sind die besten und nun muss ich halt die Woche über versuchen, mich zu regenerieren. Es wird mir nicht gelingen, ich weiß es schon jetzt. 😉