Abgetaucht

bin ich … in die Untiefen meiner Küchenschränke.
Ein Feuerzangenbowle-Abend mit Freunden gab den Anlass dazu. Die Henkelgläser, die ganz oben im Schrank wohnen und wirklich nur alle Jubeljahre mal zum Einsatz kommen, hatten eine nette Staub-Patina angesetzt und mussten erst einmal in die Spülmaschine. Im Schrank war deutlich die Stelle auszumachen, an der die Gläser gestanden haben. Die unteren Schrankfächer werden immer mal zwischendurch ausgewischt, da komme ich ja leicht dran. Für die oberen Regionen muss ich auf einen hohen Hocker klettern, da man an der Stelle keine Leiter stellen kann. Na ja, die Affen-Kletter-Gene sind bei mir nicht so ausgeprägt und wenn man das Elend nicht sieht, dann ist es halt nicht da. Nun hatte ich es aber gesehen; ein Frühjahrsputz war unerlässlich.

Alle Oberschränke waren dran und bei der Gelegenheit wurde auch gleich mal ausgemistet. Herr im Himmel, man sammelt aber auch ein Zeug an! 🙄
Ein ganzes Sortiment an Einzelgläsern mit Werbeaufdruck wurde entsorgt, genau wie exotische Gewürze, die man wirklich nur einmal für ein bestimmtes Gericht benötigt und die danach ungeliebt im Schrank hin und her geschoben werden. Drei große Essigflaschen in verschiedenen Geschmacksrichtungen – jeweils mit einem Pfützchen Inhalt drin – habe ich weggeschmissen; ich werde so etwas in Zukunft nur noch in kleinen Flaschen kaufen, die ich in einem überschaubaren Zeitraum aufbrauchen kann. Plötzlich ist wieder Platz in den Schränken, alles ist ausgewaschen, das Geschirr gespült; alles steht geordnet und übersichtlich an seinem Platz. *freu*
Ein schönes Gefühl! Ich bin richtig stolz auf mich.

Kleiner Wermutstropfen: Zwei Horrorschränke habe ich noch vor mir. Der eine ist voll gestopft mit Plastikdippchen mit und ohne Deckel, rund und eckig, hoch und flach. Ihr wisst schon … die Dinger, wo immer der passende Deckel abgängig ist, wenn man sie braucht.
Der andere Schrank beherbergt das alte Goldrandgeschirr meiner Oma, von dem ich mich natürlich nicht trennen werde. Es ist sehr schön, aber leider nicht Spülmaschinen geeignet. Da brauche ich nochmal einen extra Tritt in den Hintern, bevor ich mich da dran mache.

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Ice age

Da ist man mal ein paar Tage nicht in bloglanden, schon gibts ’nen „Anschiss“. EINEN treuen Leser habe ich immerhin! 😉 Nee im Ernst, war nur eine nette Anfrage, ob es mir denn gut ginge und so was freut einen ja doch.
Warum ich schon so lange nix mehr geschrieben hätte, wurde ich gefragt. Der Grund ist einfach: es gibt nix zu erzählen. Das Leben tröpfelt gerade so vor sich hin, ohne dass etwas passiert.
Unsere Familienministerin ist endlich unter der Haube, der SVWW hat einen neuen Trainer, Caipirella plagt ein fieses Hühnerauge.
Das ist ungefähr so spannend, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. 🙄

In Ermangelung von Highlights bin ich dabei, mir meine eigenen zu schaffen und habe mit dem Frühjahrsputz begonnen. Die liebe Sonne bringt es an den Tag … manche Ecken haben es echt nötig! Da kriecht man dann durch Schränke, in die man nur alle vier Wochen mal guckt und da ich ja – allen Unkenrufen zum Trotz – immer noch tapfer an meinem Vorsatz festhalte und täglich etwas Unnützes entsorge, dauert so ein Hausputz halt etwas länger. Jedes Teil wird sorgfältig überprüft, wann es zuletzt benutzt wurde, ob es noch zeitgemäß/in Ordnung ist oder ob man es nicht besser irgendeiner Tonne anvertrauen sollte. Sogar die Fastnachtskisten habe ich entrümpelt! Tschacka!

Beim Feudel schwingen bin ich u.a. auf einen Kühlschrank gestoßen, der es bitter nötig hatte.
Mein Großraumteil in der Küche muss man nicht mehr abtauen, was ich ausgesprochen praktisch finde. Wir haben aber noch einen, der im Büro für gekühlte Getränke sorgt und nur auf kleinster Stufe läuft. Wenn Besuch kommt, wird er als zusätzliche Kühlgelegenheit genutzt und dann auch mal am Thermostat gedreht. So geschehen zuletzt an Weihnachten. Blöderweise wurden dann aber nur die Speisen entnommen und vergessen, die Temperatur wieder auf Normalmaß zurückzustellen. Tja, da bin ich gestern halt auf Eisberge geprallt – aber holla! 😳

Das Kühlfach ist so unnütz wie ein Kropf und obendrein eine Fehlkonstruktion, weil der Eisklumpen im Innern größer ist, als die Öffnung, durch die man ihn nach draußen bugsieren könnte. Also habe ich mir den Eisberg mit dem Fön zurecht geschnitzt. Ja, ja. Ich weiß, dass man das nicht tun sollte. Ich hatte aber keinen Bock darauf, drei Tage mit dem Putzlumpen vorm Kühlschrank zu liegen und darauf zu warten, dass der Gletscher abschmilzt.
Inzwischen habe ich mir übrigens feste Termine im Kalender eingetragen, wann dieser Kühlschrank abzutauen ist. Frau ist ja lernfähig. :yes:

Soll ich Euch jetzt noch von dem defekten Rollladen erzählen oder gar von dem Staubsaugerbeutel, der nicht richtig verankert war und meinem heiß geliebten Allesfresser beinahe den Garaus gemacht hätte? Ach nein, ich lasse es lieber. Ich denke, Ihr habt jetzt eine Ahnung davon, wie ich gerade mein Dasein friste.

Euch allen ein schönes Wochenende!