Winterblues

Regelmäßig nach dem Winterurlaub dürstet es mich nach Frühling, nach Sonne und nach Farbe. Auch wenn das Wetter derzeit gar nicht so schlecht ist – immerhin regnet es nicht – kommt bei mir so langsam aber sicher der Winterblues. Der Himmel ist überwiegend grau, die Laune auf einem Tiefpunkt und außerdem bin ich ständig müde. Was also tun?

Gestern kam mir die Idee: Ab ins Blumenparadies! Der Parkplatz in meinem bevorzugten Pflanzenmarkt ist um diese Jahreszeit ziemlich leer, man kann direkt am Eingang parken und muss nicht durch die Kälte laufen. Natürlich mache ich in diesem Laden keinen Rundgang, ohne mit einem Einkaufswagen gerüstet zu sein! Und selbstverständlich bin ich noch NIE aus dem Shop raus, ohne irgendwas gekauft zu haben. ;D

Ich sage Euch, bei dieser bunten Blütenpracht geht einem das Herz auf! Schlechte Laune verschwindet sofort und die Mundwinkel ziehen sich automatisch nach oben. Ein Meer von bunten Primeln, Narzissen, Hyazinthen und, und, und erfreut das Auge, man wird fast geblendet!
Gerne hätte ich ein paar Primeln mitgenommen, um sie in die traurigen Töpfe vor der Haus- und der Terrassentüre zu setzen, aber das hätten die vorgezogenen Pflänzchen sicher nicht überlebt. Also begnügte ich mich mit einer kleinen Auswahl fürs Küchenfenster und ein bisschen was fürs Wohnzimmer.
Ich fand mich sehr bescheiden. Der Eindruck änderte sich übrigens an der Kasse; ich kann machen was ich will, unter einem Fuffi komme ich aus dem Laden nicht raus! :-/ Vielleicht hätte ich die Deko-Abteilung großräumig umfahren sollen! Da osterte es nämlich schon gewaltig und wenn man zu lange wartet, ist ja alles schon so ausgesucht …! *räusper*

Na ja, sei es drum. Meine Laune jedenfalls ist aufgehellt, auf rosa Pillen kann ich verzichten und die Depressionen muss ich auch nicht im Alkohol ersäufen. Alles ist gut!

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Frühlingsgefühle

Endlich wieder

– Flipflops
– Blümchen und blauer Himmel
– Gute Laune
– Shorts und T-Shirt
Mückenstiche
– Salat und irgendwas Leckeres vom Grill
– Vogelgezwitscher
– Buddeln im Garten
– Laue Abende auf der Terrasse
Tropische Nächte
– Frühlingsgefühle

Ich freu‘ mich! 😀

Coitus interruptus

Man erlebt ja schon so allerhand, wenn man ein bisschen rumkommt!

Bei einem Hotelaufenthalt vor einiger Zeit wohnten wir im obersten Stockwerk und dort im hintersten Winkel. Neben uns gab es nur noch die Captains Suite, die sich durch mehrere Zimmer und eine große Dachterrasse auszeichnet, die über zwei Ecken des Gebäudes geht. Ist wohl für größere Events gedacht oder für Leute, die gerne viel Platz und das nötige Kleingeld haben. Die Terrasse ist theoretisch nicht einsehbar, praktisch aber schon – nämlich von unserem direkt angrenzenden Balkon aus. Es gibt zwar eine halbe Trennwand, aber man kann ohne große Mühe rübergucken.

Die Terrasse war mäßig möbliert. In einer Ecke stand ein kümmerlicher Blumenkübel, an der Ecke ein großer Tisch und verstreut ein paar Stühle. Das sah alles nicht sehr einladend aus. Offensichtlich war die Suite nicht bewohnt.

Wir selbst hatten einen Termin und bevor es los ging, bin ich noch mal auf den Balkon um meinem Laster zu frönen. Ich qualmte still vor mich hin und bereitete mich mental auf den Abend vor. Plötzlich hörte ich Geräusche; Schreie und heftiges Stöhnen. Ich sah mich suchend um und entdeckte bei Nachbars eine Frau, die rücklings auf dem Tisch lag. Ach du Scheiße, was hat die? Musste ich erste Hilfe leisten oder den Notarzt rufen? Die Frau schrie und stöhnte weiter und nun bewegte sich auch noch der Tisch unter ihr. It’s Magic? Spiritistische Sitzung? Teufelsaustreibung?
Mir wurde ganz anders. Ich kniff die Augen zusammen und guckte genauer. Die Frau war nackt und ach … jetzt sah ich auch den Grund, warum der Tisch sich bewegte: Der Captain stand dahinter und gab alles! Bei jedem Stoß schob er den Tisch samt seiner Geliebten ein paar Zentimeter nach vorne und in mein Blickfeld. Hallo???
Nee, da musste ich keine Hilfe leisten; die bekamen das gut alleine hin! ;D

Ich pustete die Backen auf und drehte mich leise lachend in unser Zimmer. Mein Mann sah das und wunderte sich, wollte natürlich wissen, was los sei. Ich deutete nur mit dem Finger in Richtung Nachbarterrasse, was ihn neugierig machte. Er ging auf den Balkon und trat prompt gegen den Stuhl, der direkt neben der Tür stand. Laut kratzten die Stuhlbeine auf dem rauen Untergrund. Danach war es mucksmäuschenstill. Der Captain stoppte auf, die Nackte sprang vom Tisch.

Och Männe, du kannst einem aber auch jeden Spaß verderben! >:-(

Busy

Caipi hat gerade viele Baustellen zu beackern und ist ständig „on the road“ aber: Jaaa, sie lebt noch, sie lebt noch, sie lebt noch!

Nachdem der Fastnachts-Feierstress vorbei ist (schön wars, auch wenn das die Fastnachtsmuffel gar nicht glauben können!), geht es gerade munter weiter mit Aktivitäten, die meist nicht eingeplant waren und meinen Terminkalender durcheinander wirbeln. Naja, ist halt so und erfahrungsgemäß wird das auch irgendwann wieder besser. Frau muss halt flexibel sein und sich gelegentlich etwas schneller drehen.

Jedenfalls genieße ich es, dass es etwas wärmer geworden ist und man nicht mehr ganz so viel anziehen muss, wie noch vor ein paar Tagen. Das freut auch die Waschmaschine. Allerdings ist man jetzt wieder auf der Suche nach etwas leichterer Kleidung und bei der Gelegenheit stellt frau fest, dass der Kleiderschrank mal wieder ausgemistet werden müsste. Dringend! Ein großer Plastiksack liegt schon bereit, er muss nur noch gefüllt werden.

Auch mein Auto bedarf einer Grundreinigung, nicht nur außen. Oh Mann, auf den Fußmatten könnte man Radieschen sähen … und erst die Scheiben! Die Sonne brachte es an den Tag. Bei nächster Gelegenheit werde ich eine Waschstraße aufsuchen und ich denke es wird die sein, bei der man die Karre auch innen gereinigt bekommt. Ich muss den Männern mit den saugstarken Lappen mal wieder ein Erfolgserlebnis gönnen. :yes:

Ach ja, und tanken muss ich auch. E 10 – keine Ahnung, ob meine alte Kutsche das neumodische Zeug überhaupt abkann. Der Umweltaspekt ist ja sowieso widersprüchlich. Da ich normalerweise nicht so oft an die Tanke muss, werde ich wahrscheinlich vorerst beim teuren Super bleiben.

Was war sonst noch? Fußball. Nach wie vor rennen wir jeden Samstag auf den Sportplatz. So bin ich wenigstens mal ein paar Stunden an der Luft und kann meinen Emotionen freien Lauf lassen. Das letzte Auswärtsspiel hat unsere Mannschaft sauber vergeigt. Gut gespielt, aber leider das Tor nicht getroffen. Dumm gelaufen. Hoffentlich bügeln sie das morgen im eigenen Stadion wieder aus.

So, die Waschmaschine dürfte jetzt fertig sein und auf den nächsten Auftrag warten. Den kriegt sie jetzt von mir. Danach noch ein bisschen Büroarbeit und dann geht es wieder auf die Piste.

Ein schönes Wochenende und gehabt Euch wohl!

Katzen würden Whisky saufen

Fressen, kacken, nerven – das ist heute das Tagesprogramm unseres Leasing-Katers. Schon heute Morgen, als ich ihn in seiner gewohnten Umgebung abholte, stand er hinter der Türe und schrie – nein brüllte – das ganze Haus zusammen. 8| Bei den Nachbarn stand die Garage offen, die hatten wohl schon Reißaus genommen.
Jetzt rennt er bei mir von einem Zimmer zum nächsten und brüllt. 🙄 Gefrühstückt hat er schon – „Sheba“, vom aller Feinsten! Er hat frisches Wasser, ein sauberes Klo und jede Menge Auslauf, was also gibt es zu meckern?

Möglicherweise wird er ja von Frühlingsgefühlen geplagt. Allerdings ist er schon älter und da ist das ja bekanntermaßen nicht mehr schlimm mit den Hormonen. Außerdem hat ihm der Tierarzt schon vor vielen Jahren solche Gefühle ausgetrieben.

Was mache ich nur mit dem nervigen Stubentiger? Irgendwie muss ich ihn beruhigen, bevor ich selbst durchdrehe. :??:

Entspanntes Wochenende

Endlich mal keine Termine und endlich mal kein Regen! Dafür war Zeit, das alte Laub im Garten wegzufegen und zumindest das Wohnzimmerfenster zu putzen. Jetzt kann auch mal wieder Besuch kommen, ohne dass ich in Erklärungsnöte komme. 😉 Sogar die Gartenmöbel sind schon ausgepackt und warten auf ihren ersten Einsatz.

Ein kleiner Rundgang durch einen auch sonntags geöffneten Blumenmarkt stand an und ein anschließender Geburtstagsbesuch. Ein bisschen Klönen bei Kaffee und Kuchen und den neuesten Klatsch aus dem Bekanntenkreis hören. Sehr entspannend!

Danach ein kleines Mittagsschläfchen und am Abend zum neuen Italiener (den wir nur zufällig auf dem Weg zum alten Italiener entdeckt haben). Nicht schlecht und vor allem: ganz nah! *freu*
Ich hab‘ einen riesigen Berg Muscheln verdrückt und die ganze Nacht mit dem Knobi gekämpft. Den Geschmack hab‘ ich immer noch auf der Zunge und ob die Ausdünstungen beim Duschen weggegangen sind, wage ich auch zu bezweifeln. Ist mir aber auch herzlich egal; heute Abend geht es zum Fußball und da kann ein bisschen mehr Platz ja nicht schaden. Ausnahmsweise ist unser Stadion nämlich mal ausverkauft: Die von de ebsch Seit komme ribber un hole sich drei Punkte ab. So wird es wohl ausgehen … leider!

Null Bock

… hab’ ich heute. Draußen ist es eklig, der Wind pfeift durch die Ritzen und ich bin hundemüde. Schon zur Unzeit hat mich Quinten geweckt und aus dem Bett getrieben. Ich kann den Kerl nicht leiden. Auf der Wetterkarte treibt er wilde Pfeile vor sich her und der Onkel davor fuchtelt mit den Armen in der Luft herum und macht das ganze noch schauriger. Alle Sorten Wetter hat er für heute versprochen, nur Sonne kam in seinem Vokabular nicht vor. Dafür hat er mit erneutem Wintereinbruch gedroht. Schnee bis in die Niederungen nennen die das. :##

Ich will jetzt FRÜHLING!