Schon wieder so viel Zeit vergangen

Eigentlich wollte ich ja wieder etwas fleißiger werden mit meinen Blogeinträgen … aber frau kommt ja zu nix!

Bei den sommerlichen Temperaturen in Verbindung mit ergiebigen Regenfällen sprießt das Unkraut im Garten so, dass man gar nicht hinterherkommt. Die Schnecken – durch das Wetter ebenfalls auf den Plan gerufen – verschmähen leider die Wildkräuter und machen sich lieber über meine gekauften oder gezogenen Blümchen her und fressen die restlos kahl. Ich sehe meine Theorie bestätigt, dass Unkraut eben doch einfach nur Unkraut ist, das kein Mensch wirklich braucht und die Schnecken auch nicht.

Ein weiterer Zeitvertreib ist derzeit das Kochen von Tomatensuppe und -soße, Bohnengemüse etc. Die Ausbeute dieses Jahr ist wohl ziemlich üppig und auch wenn ich nur über einen Ziergarten mit einer einzigen Tomatenpflanze verfüge … andere scheinen ganze Gemüse-Plantagen zu haben und geben gerne ab. Ich nehme auch gerne – zumal das Gemüse absolut frisch und schmackhaft ist – aber so langsam weiß nicht mehr, wo ich das alles lagern soll. Die Kapazität auch einer großen Kühltruhe ist endlich.

Die Fußballsaison ist auch schon wieder in vollem Gange und damit sind die Samstage verplant und auch der ein oder andere Abend. Englische Wochen sind nicht nur für die Spieler anstrengend! Gestern z.B. kamen wir mal wieder in den Genuss einer Auswärtsfahrt (schlappe 150 km von WI entfernt). Aufgrund der kurzen Distanz und dem guten Saisonstart rief das einige Fans mehr auf den Plan und so wurde ein Reisebus gechartert. Ich sag’s Euch: Mit Kleinbussen und/oder Pkws ist das deutlich stressfreier! So ein Bus ist ja immer aufgeteilt: vorne sitzt die Doppelherz-Fraktion (also wir) und hinten das junge Gemüse. Bier gibt’s zum Selbstkostenpreis und der ein oder andere bringt auch noch Hochprozentiges mit in den Bus. Nicht jedem bekommt das und insbesondere die Jungen haben halt noch keinen Überblick, wie viel sie vertragen. Gestern jedenfalls hatten wir einen echten Pflegefall und mussten den Krankenwagen rufen. 10 km vor Wiesbaden wurde der junge Mann aus dem Bus geschleppt, von den Sanitätern versorgt und abtransportiert. Hat uns eine Stunde Aufenthalt gekostet und den jungen Mann einige Gehirnzellen. Von den Kosten für den Transport und den Krankenhausaufenthalt mal ganz abgesehen. Nix gegen „mal besoffen sein“, aber muss man sich gleich so abschießen?? Gottlob sind nicht alle so!
Das Spiel hatten wir obendrein auch noch 2:1 verloren. Ein verkorkster Samstag.

Stattdessen hätte ich ja viel lieber an der Nähmaschine gesessen und mich wieder an meinem Zuschneidetisch erfreut. Das Ding ist echt klasse und die Höhe passt auch. Kein Vergleich mit dem Zuschneiden auf dem Esstisch oder meinem Nähtisch. Der ist zwar groß und auch höhenverstellbar, muss aber erst abgeräumt werden, was auch Zeit und Kraft kostet. Mit dem neuen Tisch bin ich jedenfalls richtig happy!

Im Übrigen bin ich mit Planungsarbeiten beschäftigt. Eine Freundin aus Brasilien kommt für knapp drei Wochen zu Besuch und soll bespaßt werden. Ich habe schon eine ganze Liste mit Aktivitäten, die ich/wir mit ihr durchziehen wollen, habe Öffnungszeiten und Eintrittspreise notiert und Routen festgelegt. Ich werde also in der nächsten Zeit als Fremdenführer fungieren und vermutlich auch nicht viel dazu kommen, hier im Blog darüber zu berichten. Aber schau’n wir mal, vielleicht klappt es ja doch … zumindest mit ein paar Bildern.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

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Mit sieben Sternen zur EM

Nun ist es wieder soweit: Der Fußball hat das gemeine Volk europaweit im Griff. Fast europaweit jedenfalls, wir lassen ja nicht jeden mitspielen. (Ooohne Holland fahr’n wir zur EM …!) Die Oranjes haben es vergeigt und müssen zur Strafe zu Hause bleiben.

„Schland“ ist dabei; die Jungs haben sich – obwohl von der Weltmeistertruppe nicht viel übrig geblieben ist – qualifiziert. Also müssen wir nach Frankreich, obwohl uns beiden die Franzosen eigentlich nicht so liegen und Frankreich nie unser Reiseland war. Wir werden auch nur ein Spiel vor Ort anschauen und die restliche EM vorm Fernseher verfolgen. Das ist dann auch genug, den Rest müssen Jogis Jungs ohne uns hinkriegen.

Die was-ziehe-ich-an-Frage erübrigt sich beim Fußball. Mann/Frau trägt Trikot, Schal und Kappe, bequemes Schuhwerk und – je nach Witterung – kurze oder lange Hose. Das Fußballzeug ruht noch in einer Kiste, weil ich bisher keine Notwendigkeit sah, meine neuen Schränke mit diesem Kram voll zu stopfen. Nun muss ich da wohl ran und mein altes Trikot wieder ans Tageslicht befördern und auftragen. Das Trikot meines Mannes hatte die erste richtige Wäsche nach der WM nicht überlebt und kam mit nur noch einem Stern aus der Maschine.

Das geht ja mal gar nicht! Das Ding habe ich nach unserer Rückkehr sofort in den Laden zurück gebracht und auch anstandslos das Geld erstattet bekommen.
Für ihn musste also ein neues Trikot her und das hat er nun zum Geburtstag bekommen. Ordnungsgemäß mit vier Sternen drauf und daher gleich mal teurer als das alte. Satte fünf Euro kostet so ein Stern, was ich ganz schön unverschämt finde. Außerdem wollte ich eigentlich nie mehr weiße Trikot kaufen, weil man die in der Handwäsche einfach nicht sauber kriegt. Jetzt ist das aber egal, weil wir nach dem Spiel nach Hause fahren und das Teil dann wieder in der Waschmaschine landet. In Brasilien sind wir ja von Spiel zu Spiel gereist und ich musste von Hand waschen, damit die Dinger wenigstens nicht so möpseln.

Wir sind nun also gerüstet und hoffen darauf, ein gutes Spiel zu sehen und unsere Mannschaft bejubeln zu können. Um es mit dem Kaiser zu sagen: Schau’n wir mal.