Omis in die Pumps

High heels sind Folterinstrumente. Jede Frau kapiert das spätestens dann, wenn sie nicht mehr ganz so jung ist und Rücken und Gelenke ihr das lange Martyrium heimzahlen. Aber sie sind auch sexy, machen aus plumpen Gehwerkzeugen lange und schlanke Beine, sehen zu Rock oder Kleid einfach besser aus, als flache Pantinen. Also tragen wir sie und schon die kleinen Mädchen staksen in Muttis viel zu großen Schuhen herum und üben den aufrechten Gang.

Zu besonderen Anlässen können die Absätze gar nicht hoch genug sein und nicht selten trifft man Damen, die in Bequemschuhen zum Theater laufen und an der Garderobe die Latschen gegen filigrane Gebilde in beachtlicher Höhe austauschen. Von einer Minute zur anderen wachsen sie um 12 cm und bewegen sich wie Diven. Meistens jedenfalls. 😉

Im Laufe des Lebens – dann, wenn die ersten Zipperlein auftauchen – werden die Absätze etwas ziviler. Ganz darauf verzichten will frau nicht, schließlich weiß sie spätestens seit Bruce Darnell, dass hohe Hacken einen knackigen Arsch machen! Also wird das schwabbelige Hinterteil angelupft und einigermaßen in Szene gesetzt.

Ab sofort kommt noch ein gesundheitlicher Aspekt hinzu: eine italienische Urologin will herausgefunden haben, dass hohe Absätze ein probates Mittel gegen Blasenschwäche sind! Nix mehr mit dröger Beckenbodengymnastik – strammes Marschieren auf hohen Absätzen ist jetzt angesagt! Die Orthopäden jaulen auf und die Slipeinlagenhersteller können einpacken. Weg mit den Birkenstocks und Wörrishofener Extrabreit-Latschen! Jetzt stürmen Damen jeden Alters in die Schuhläden und kaufen sich was Gesundes.
Ähm … ich muss dann jetzt auch mal los. *zisch und weg*