Gespür für Schnee

Seit etwa drei Uhr heute Morgen schneit es ununterbrochen. Da wir für heute sowieso einen Faulenzertag geplant hatten, haben wir Muse, dem Treiben vor dem Fenster zuzugucken. Es ist erstaunlich, wie viele verschiedene Sorten Schnee es gibt! Mal sind die Flocken so fein, dass man sie gar nicht sieht, mal sind es dicke schwere Brocken die schnurstracks auf die Erde plumpsen. Mal wirbelt alles wild durcheinander, mal geht es geordnet und gleichmäßig nach unten. Quer hatten wir auch schon, aber nur ganz kurz.

Ich hab‘ Zeit, mal wieder ein bisschen in den Blogs zu stöbern, Kreuzworträtsel zu lösen, mit dem Staubsauger durch die Bude zu fetzen, Fingernägel zu lackieren und all das zu tun, wozu man an einem normalen Schitag gar keine Zeit hat. Unsere Jacken habe ich gerade mit Imprägnierung besprüht; die hängen nun draußen und stinken vor sich hin. Morgen kommen sie wieder zum Einsatz, egal bei welchem Wetter.

Wir haben eine Flasche Sekt geköpft und beobachten die Leute, die dick eingemummelt und zugeschneit vor unserem Fenster das letzte Stück Piste hinter sich bringen. Nicht alle gucken glücklich und manch einer schnallt ab und trägt seine Schier missmutig nach Hause.

Wir werden nachher noch ein bisschen spazieren gehen, einkaufen, alte Bekannte begrüßen und danach werde ich einen wunderbaren ausgedehnten Mittagsschlaf halten. Herrlich, da freue ich mich jetzt schon drauf.