Abseits der WM

Beckenbauer glänzt – zumindest bei den gängigen Sendern – durch Abwesenheit. Welch eine Wohltat! Matze Knoop als Kaiser ist ein amüsanter Ersatz.

Neu bei den öffentlich-rechtlichen ist der Touchscreen, mit dessen Hilfe der Moderator kleine Bildchen in große, bewegte Bilder verwandeln kann. Beckmann macht das mit ganz großer Geste, schwungvoll und ausladend. Blöd nur, dass er dabei dem Zuschauer den Rücken zukehren muss und aussieht, wie ein verhinderter Dirigent. Delling macht’s mit Links; ganz unprätentiös, aber mit demselben Ergebnis. Geht doch!

An das Gespann Delling/Netzer habe ich mich inzwischen gewöhnt.

Olli Kahn entwickelt sich zu einem Netten. Liegt vielleicht an der Dame, die ihm zur Seite gestellt wurde. Die allerdings kam wegen eines dummen Spruchs (der mit dem Reichsparteitag) kurzzeitig in Verruf. Inzwischen sind die Wogen geglättet.

Am besten gefällt mir das RTL-Gespann Jauch/Klopp. Kloppo kann super erklären und selbst ein Fußball-Greenhorn kapiert, was ein Abseits ist. Der hats einfach drauf!

Richtig klasse finde ich die vielen Berichte, die es über Südafrika gibt. Wir haben vor vielen Jahren einen wundervollen Urlaub dort verbracht und waren total begeistert von diesem Land im Umbruch, der Pflanzen- und Tierwelt und den atemberaubenden Landschaften. Traumhaft – kann ich nur wärmstens empfehlen!

Public viewing macht mehr Spaß, als alleine vorm Fernseher zu sitzen. Bei uns findet das Rudelgucken im Stadion statt und wegen der großen Hitze ist es ausnahmsweise erlaubt, Wasserflaschen mit ins Stadion zu nehmen. Das Catering war dem Ansturm in der Halbzeitpause einfach nicht gewachsen.