Unwirtliche Gegend

Am Sonntag besuchten wir einen Freund, der rund eine dreiviertel Stunde Autofahrt von uns entfernt „auf dem Land“ wohnt. Es handelt sich aber schon um einen etwas größeren kleinen Ort, in dem man wohl durchaus leben kann; so richtig mit Geschäften, Restaurants und Dorfgemeinschaftshaus. Mein Ding wäre es nicht, aber wenn man erst einmal dort ist, mag es gehen.

Die Fahrt dorthin erscheint mir immer endlos. Man kommt durch Wald und Flur und zum Teil winzige Ortschaften, in denen die Zeit einfach stehen geblieben ist. Zumindest macht es so den Eindruck. Samstags wird „die Gass‘ gekehrt“ und sonntags geht man in die Kirche/zum Frühschoppen.

Nun war am Sonntag das Wetter ja unter aller Sau; es regnete ohne Unterlass, war kalt und trübe. Genau das richtige Wetter für so eine Fahrt übers Land. Ein kleiner Ort hat mich besonders beeindruckt. Das Thermometer im Auto zeigte 6° C, es war neblig, die Scheibenwischer gaben alles. Schemenhaft konnte ich das Ortsschild erkennen: Kaltenholzhausen. Nomen est omen.
Da möchte man nicht tot überm Gartenzaun hängen!