Ferienbeginn – Sonnenschein – Gartensaison

Ich versuche, in meinem Minigärtchen ein bisschen Ordnung zu machen. Das fröhliche Tirilieren der Vöglein wird nur durch das garstige Schnapp meiner Schere unterbrochen oder wenn der Besen mal gegen einen Tontopf scheppert. Der Nachbar zur Rechten blättert in seiner Zeitung, hüstelt gelegentlich. Ansonsten ist alles friedlich.

Die angenehme Ruhe dauert aber nur bis kurz vor drei, dann beginnt in mehreren Gärten gleichzeitig ein Kontrastprogramm.
Die Kinder bzw. Enkel unserer Nachbarn bevölkern lautstark das bisschen Grün um uns herum. Die Erwachsenen setzen sich zu Kaffee und Kuchen an den Tisch und versuchen sich gelegentlich in Erziehung.
Erfolglos.
Die Kids sind nicht zu bändigen! Alle wollen gleichzeitig auf eine Schaukel, jeder will den einen Ball haben, das in der Ecke liegende Spielzeug wird in dem Moment interessant, wo es ein anderer an sich nimmt. Kollektives Geschrei als der Opa den lieben Kleinen die Stöcke abnimmt, mit denen sie gerade versuchen, sich gegenseitig die Schädel einzuschlagen. Alles ganz normal soweit.
Neu allerdings ist eine Wortschöpfung, die ich gefühlte 500 X 🙄 zu hören bekam: Papa-Pippi-Kacka-Mann!

Doch, Kinder können nerven! :yes:

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Der erste Schultag

Schon wieder ist ein Jahrgang Knirpse mit großen Schultüten bewaffnet ins reale Leben gestolpert. In einer Beilage der heutigen Tageszeitung wurden ihre Meinungen zu diesem Ereignis abgedruckt, von denen einige ganz drollig waren:

„Am allerbesten ist bestimmt das Turnen – und wenn ich endlich meine Schultüte aufmachen darf!“ … an dem Monstrum hatte die arme Kleine auch echt zu schleppen!
„Ich freue mich auf die Hausaufgaben und das Rechnen.“ … ach Kind *seufz*, das wird dir schnell vergehen!
„Am meisten freue ich mich auf die Pausen!“ … ohne Kommentar! :>>
„Ich möchte gerne lernen, Minusaufgaben zu rechnen.“ … zielstrebig, ergebnisorientiert, pragmatisch. Solche Kinder braucht das Land! ;D
„Eigentlich freue ich mich jetzt auf alles!“ … das treiben sie dir aus, kleine Hanna. Versprochen!

Ich fände es spannend, die gleichen Kinder in zwei Jahren noch einmal zu befragen. Ob sie dann auch noch so angetan sein werden?

Schwierige Familienverhältnisse

Es gibt immer mehr Patchwork-Familien in Deutschland und auch in unserer Familie gibt es eine solche. So bin ich vor vielen Jahren unverhofft zu einem kleinen Neffen gekommen, nämlich dem großen Bruder meines heutigen kleinen Neffen. 🙂

Ich erinnere mich an einen Winterurlaub, als der damals kleine Mann morgens zu uns ins Zimmer stürmte, sich in unserem Bett breit machte und von mir die Familienverhältnisse erklärt haben wollte.
„Wer ist der Onkel R.?“
„Das ist mein Papa. Die Tante U. ist meine Mama.“
„Nee!“ (Im Brustton der tiefsten Überzeugung) „Die Tante U. ist die Mama von M.! Das weiß ich genau!“ :yes:
„Stimmt. Der M. ist ja auch mein Bruder“, versuchte ich aufzuklären. „Und wenn der M. dein richtiger Papa wäre, dann wären Onkel R. und Tante U. deine Großeltern.“
„Was sind Großeltern?“
„Opa und Oma.“
„Und wer ist die Tante R.?“
„Die Tante R. ist meine Tante.“
„Was ist eine Tante?“
„Das ist die Schwester von Mutter oder Vater. Deine Tante G. zum Beispiel, ist die Schwester deiner Mutter und damit auch deine Tante.“

Wir hechelten die Tanten und auch die Onkel noch ein bisschen durch und irgendwann hatte er es verstanden. Nur die Sache mit den Großeltern war ihm noch nicht so richtig klar. Er dachte ein bisschen nach und platzte dann mit der Erkenntnis ‚raus:

„Und der Onkel Klaus“ (gemeint war mein friedlich neben mir liegender Ehemann), „das ist DEIN OPA!“ 88| 88|

Selbiger biss erst ins Kopfkissen, dann erhob er sich opamäßig und schlappte schweren Schrittes unter die Dusche.
Es ist wirklich ein Kreuz mit der Verwandtschaft. :))