Verweigerung

„Warum bist Du nicht im Fiesbook?“ wurde ich kürzlich gefragt, nachdem ich eine – für meine Arbeit eigentlich wichtige Information – nur durch Zufall erhalten und nochmal nachgefragt hatte.

Tja, warum eigentlich nicht?
Ursprünglich sicher deshalb, weil mich der ganze Vernetzungsquatsch nicht sonderlich interessiert und ich sowieso erst spät mitgekriegt habe, dass es das überhaupt gibt. Dann aus Bequemlichkeit, weil ich keinen Bock hatte, mich schon wieder mit irgendeinem Netzwerk zu befassen, mich durch Anmeldeseiten zu hangeln, Dinge Preis zu geben, die niemanden etwas angehen, und zu guter Letzt aus Vorsicht – man hört und liest ja immer öfter, was einem dabei alles widerfahren kann.

Inzwischen habe ich beschlossen, mich Fiesbook einfach zu verweigern! Ich habe keine Lust, in irgendwelchen Netzwerken, Foren oder sonstigen Plattformen irgendwelchen virtuellen Freunden hinterher zu jagen oder von solchen bis aufs Klo verfolgt zu werden. Es interessiert mich einfach nicht, ob jemand gerade vorm Kölner Dom steht oder eine Baggerfahrt durch die Eifel macht.
Wer mir etwas mitzuteilen hat, der weiß, wie er mich erreichen kann. Basta!

Einzige Ausnahme meiner Verweigerung bleibt hier der blog, auch wenn ich mich im Augenblick etwas rarmache. Die Anzahl meiner Freunde ist bewusst überschaubar und viele von ihnen zählten auch schon vorher zu meinen Freunden in der realen Welt.
Das Leben besteht nicht nur aus Email, Posting und Thread; gelegentlich kann man auch telefonieren und/oder sich zu einem netten Kaffeeklatsch verabreden. Ich bin halt altmodisch.

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