Hurra, ich kann wieder sehen!

Als ich heute Mittag vom Einkaufen kam und schwer bepackt das Wohnzimmer betrat, brüllte mir die Sonne ins Gesicht. Sie versuchte es jedenfalls, scheiterte aber an der milchig-grauen Patina des Fensterglases. Es kann durchaus von Nachteil sein, wenn man keine Stores vorm Fenster hat! Nun freuen wir uns ja schon ein paar Tage über Sonnenschein, aber bisher habe ich es immer geschafft, das Fenster rechtzeitig zu beschatten. Mit ein bisschen Verdunklung fällt der graue Belag an der Außenseite nicht so auf, jedenfalls nicht so sehr, dass ich hätte einschreiten müssen.

Heute MUSSTE ich einschreiten! So ging das mal gar nicht. Schließlich steht Ostern vor der Tür und ich erinnerte mich daran, dass zu meiner Kindheit vor Ostern die Fenster geputzt und die Gardinen gewaschen sein mussten. Ich hab’s diesbezüglich ja nicht so mit Tradition, aber der Gedanke, an den Feiertagen womöglich nur tristes Grau zu sehen, wo das Wohnzimmer eigentlich hell und freundlich sein könnte, gefiel mir dann doch nicht. Also: Fensterbank abräumen, Seifenbrühe anrühren und einen ordentlichen Schuss Spiritus ins Wasser, Ärmel hochkrempeln und Markise ausfahren (Fensterputzen bei Sonnenschein gibt Streifen, alte Hausfrauenweisheit). Die ganze Aktion ging schneller als gedacht; ich weiß auch nicht, warum ich das immer auf die lange Bank schiebe. Es ist jetzt bedeutend heller in unserem Wohnzimmer und man hat streifenfreie Sicht in den Garten. Einziger Wermutstropfen: ich sehe jetzt auch, wie dringend der Garten auf einen Arbeitsanfall meinerseits wartet. Auch blöd, irgendwie.

Um das Auge etwas abzulenken, habe ich dann schon mal ein bisschen Ostern dekoriert. Die letzten paar Tage vergehen ja wie im Flug und ein bisschen lohnen muss sich der Aufwand ja schon. Ich hoffe jetzt übrigens auf sonnige Feiertage!

Euch allen ein schönes Wochenende!

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Durcheinander

Dass ich mit der Zeit auf Kriegsfuß stehe, immer zur falschen Zeit wach oder müde, hungrig oder satt bin, ist bekannt. Scheinbar färbt mein unsteter Lebenswandel jetzt auch auf meine Blumen ab. Hier ein Bild vom derzeitigen Zustand auf meinem Fensterbrett:

28. Mai

Neben dem Weihnachts-Oster-Pfingst-Kaktus hält sich auch der Weihnachtsstern unerwartet gut. Das war noch nie da. Normalerweise hab‘ ich die Dinger innerhalb von 10 Tagen totgepflegt. 😳
Der jetzige ist unerwartet zäh, aber was soll ich jetzt an Pfingsten mit einem Weihnachtsstern?
Die Pfingstrosen hingegen sind leider schon verblüht. 😦
Was kommt als nächstes – Apfelblüte im Herbst?
Kann man sich denn auf nix mehr verlassen?

Rundumschlag

Nachdem die Woche voll gepackt war mit allen möglichen Terminen, Geburtstagen, Fußball, Kater-Belustigung etc., kommt allmählich wieder Normalität in unseren Alltag. Für mich bedeutet das, dass ich heute mal einen Rundumschlag machen muss, damit wir diesen Alltag auch genießen können. Heute werde ich das schöne Wetter nutzen und den Garten mal ein bisschen auf Vordermann bringen. Vertrocknetes muss endlich abgeschnitten werden – das verdeckt nämlich immer noch das spießende Grün :oops:, Töpfe müssen in Szene gesetzt und die Polster für die Gartenmöbel vom Speicher geholt werden. Außerdem wollen wir jetzt endlich die Grillsaison eröffnen und da bieten sich die Osterfeiertage ja an. Obwohl, am Sonntag sind wir zum Brunch eingeladen … ob ich da abends schon wieder Hunger habe? Vielleicht doch lieber am Samstag oder Montag? Keine Ahnung, so weit bin ich noch nicht mit meiner Planung. Vor dem Vergnügen steht das Aufräumen auf dem Programm und wenn ich dann geplättet auf die Couch sinke, reicht es vielleicht nur noch für einen Anruf beim Pizza-Service.

Weil ich gerade bei Ostern bin: Hasen wollen auch noch gebacken werden. Das schaffe ich vielleicht noch, schließlich habe ich ja die Eier schon in der Fabrik färben lassen. Irgendwo gibt’s auch noch ein bisschen Deko für die Freiertage. Wenn ich die auf Anhieb wieder finde – man sollte die Verstecke für selten benötigte Dinge wirklich NIE ändern – werde ich sie auch noch verteilen. Dann hab’ ich was, was ich am Dienstag wieder wegräumen kann. Dann ist der ganze Osterzauber ja rum und neue Festivitäten stehen an; Geburtstage und kein Ende.

Apropos Geburtstage: Wir werden schon wieder Großonkel und –tante! Das geht, wie’s Brezel backen. :>> Wir freuen uns! Vor ein paar Tagen wurde noch bemäkelt, dass das neue Elterngeld keinen Babyboom ausgelöst hat. Also, an unserer Familie liegt es nicht; unsere jungen Familienmitglieder geben alles!

Was war noch? Ach so, ja, Fußball. Letzten Sonntag gegen St. Pauli 3 : 1 gewonnen! Schönes Spiel, gute Stimmung. Hoffnungsvoll sind wir gestern nach Ingolstadt gefahren und haben wieder ein Trauerspiel gesehen. Not gegen Elend. 0 : 0. Wenigstens haben wir nicht wieder so ein Eiertor reingekriegt, wie wir das in der Vergangenheit mehrfach erleben durften. Genervt hat es trotzdem. 🙄

So, jetzt werde ich die Waschmaschine anwerfen. Feiertag hin oder her – wir haben nichts mehr anzuziehen. Danach die Margarine aus dem Kühlschrank nehmen und dann geht’s in den Garten.

Gehabt Euch wohl und genießt die Sonne! B)