Es hat überhaupt keinen Respekt

– das blöde Eichhörnchen!

Ich hab’ ja schon mehrfach von der mannigfaltigen Tierwelt in unserem Bonsaigärtchen erzählt und mich über die unangenehmen Seiten der Fauna gerade im Wolkenputzer-Blog ausgetauscht.
Nun muss ich noch mal auf das Eichhörnchen zurückkommen, das wirklich jeden Tag in meinen Blumenkübeln ‚rumwühlt. Normalerweise sind diese Tierchen ja eher scheu, dachte ich. Unseres nicht! Es führt sich auf, als sei es hier der Herr im Haus Garten!

Heute beim Frischluftabendessen entdeckte es mein Mann und deutete mit der Gabel in Richtung Gartengrenze: „Dein Freund ist wieder da!“
Ich fuhr herum und kommandierte: „Verpiss‘ dich Hau ab, du Mistvieh!“ (ok, ich hatte schon zwei Gläser Wein und war mutig).
Und was passiert? Es – ich weiß ja nicht, ob Männlein oder Weiblein – kam zügig in unsere Richtung und schaute mich verwundert an.
„Wenn du nicht verschwindest, landest du auf dem Grill!“, zischte ich.
Es spitzte die Ohren und mir war, als hebe es die Mittelkralle. 8| Keine zwei Meter saß es von mir entfernt.
Ich schob meinen Stuhl drohend zurück und nun gab Es endlich Fersengeld. Ab durchs Gebüsch und rauf auf die Palisade. Da hockte Es nun und guckte keck – und ich musste doch grinsen ob soviel Dreistigkeit.

Nun bin ich am überlegen, ob ich Es nicht einfach in die Familie aufnehmen und meine Pflanzen mit Stacheldraht sichern sollte …? Wie lange leben Eichhörnchen eigentlich und muss man die evtl. wie einen Hund anmelden, am Ende sogar noch Steuern zahlen?

Bevor ich diesen Schritt mache, richte ich ihm zur Versöhnung schon mal eine Emailadresse ein. Wenn ihr unserem neuen Familienmitglied schreiben wollt: „Eichhörnchen*äd*(ersetzen)caipirella.de“.
Kommt an, hab’ ich mir sagen lassen.