Schaumschläger

Wasserscheu bin ich nicht, aber im Moment wird es mir gerade ein bisschen zu viel!
Nicht genug, dass unsere Gartenbaustelle ruht, weil das Erdreich nass und schwer ist, nein! Letzte Woche haben wir festgestellt, dass unsere Dusche undicht ist. Das Wasser bahnt sich seinen Weg durch die morsche Silikonfuge ins Mauerwerk – um beim Wiederaustritt unschöne dunkle Flecken auf der darunterliegenden Zimmerdecke zu verursachen. Toll!

Fast noch unangenehmer als in einem kleinen Gästebad duschen zu müssen, ist das, was mir heute widerfahren ist:
Als ich am Supermarktparkplatz ankomme, regnet es schon. Ich bleibe noch ein bisschen im Auto sitzen und warte, bis der Regen etwas nachgelassen hat. Dann fasse ich mir ein Herz und renne los, schließlich bin ich ja nicht aus Zucker!
Ohne Vorwarnung erwischt mich auf halber Strecke zum Eingang ein Platzregen, der mich sofort völlig durchnässt. Super Gefühl, wenn die nassen Klamotten so am Körper und die Haare triefend am Kopf kleben. Null Sicht, die Brille ist von innen und von außen nass und das Beste … ich habe neue Sandalen an! :-/
Die Verkäuferin (ja, ich kaufe meine Schuhe noch in normalen Geschäften!) gab mir den Rat, die Sandalen einschließlich der Innensohle mit Imprägnierungsspray zu behandeln, da sie sich dann leichter reinigen lassen.
Super Tipp! In Verbindung mit dem vielen Wasser fing das Imprägnierungszeugs an zu schäumen wie verrückt. Bei jedem Schritt quatschte mir der Schaum zwischen den Zehen hindurch und vermehrte sich. Bis ich im Laden war, hatte ich eine dicke Schaumschicht um beide Füße. :)) Der Versuch, der weißen Pracht mit Tempos beizukommen, half nur kurzfristig. Die gepolsterte Sohle hatte sich so mit Wasser vollgesogen, dass sich immer neuer Schaum bildete. Ein ekelhaftes Gefühl und die Blicke der lieben Mitmenschen sprachen Bände! 😳 Meine Wege im Supermarkt konnte man heute gut nachvollziehen.

Jedenfalls sind meine Füße jetzt auch imprägniert und müssen nicht mehr so oft gewaschen werden.
Und zu dem ganzen anderen Kram habe ich nun auch noch ein Paar Schuhe, die erst einmal trocknen müssen. 🙄

Männer! *mit den Augen roll*

Wenn die Küche zur Hälfte unter Schaum steht und der Kontrollknopf der Spülmaschine das Desaster auf dem Fußboden noch nett beleuchtet, dann weiß frau intuitiv, dass da etwas schief gelaufen ist!
Auch diese Katastrophe passt gerade prima ins Programm und reiht sich nahtlos in das ein, was ich schon den ganzen Tag erlebe. Nur Scheiße Schrott!

Also, Taschen und Tüten in die Ecke, Putzeimer und sämtliche Lappen raus und ab auf die Knie. Es dauert lange, bis ich das Schwimmbad in der Küche soweit trocken gelegt habe, dass ich mich dem Grund des Übels widmen kann. Ich mache die Maschine auf und traue meinen Augen nicht: Schaum ohne Ende! Vor lauter Schaum sieht man die Geschirrkörbe nicht. Ich greife in die Masse bis ich auf feste Materie stoße, ziehe den unteren Korb raus und stelle das Ding mitsamt Schaumberg auf der Arbeitsfläche ab. Dann wühle ich weiter unten nach dem Ablaufsieb. Das ist tadellos in Ordnung; keine halben Brötchen, kein Marmeladenglas-Etikett, keine Wurstpelle. Nichts, was dem Wasser den geordneten Abgang in die Kanalisation versperren könnte. Dafür steht auch unten in der Maschine noch reichlich Wasser, das ich mit Hilfe eines Glases ausschöpfe. Nein, ich habe gerade nix besseres zu tun.

Da ich den Grund des Übels auf Anhieb nicht erkennen kann, vertage ich das Problem und warte auf Hilfe. Am nächsten Tag nehmen sich mein Mann und mein Bruder der Maschine an, bauen die Verkleidung ab und das Gerät aus, kontrollieren alles und lassen die Maschine zur Probe laufen. Alles ist in Ordnung, allerdings schäumt es gleich wieder wie Sau, sobald Wasser in die Maschine läuft. Mein Blick fällt auf die Arbeitsfläche und ich sehe eine große Flasche Geschirrspülmittel. Ein Verdacht keimt in mir auf: Da wird doch wohl nicht ein Hirni normales Spülmittel in die Maschine gekippt haben?

Doch, hat er! Und zwar in den Tank für den Klarspüler. :>
Jetzt schäume ich, und zwar vor Wut! Wie zum Teufel soll man das Zeug da wieder rauskriegen?

Auf so eine Idee kann wirklich nur ein Mann kommen, der ansonsten mit Haushalt nix am Hut hat. (Nein, es war keiner aus meiner Familie!) Den Vogel habe ich mir gegriffen und mal gefragt, was er sich dabei denn gedacht habe.
Die – wohl etwas zerknirschte – Antwort: NIX.

Alles klar!