So ein beknacktes Wetter!

Nach 27 Stunden Schneefall gab der Himmel gestern Morgen mal Ruhe. Wir sofort in die Klamotten und ab zum Lift. Zwei Hänge, dann war die Sicht weg und es fing wieder an zu schneien. Ab in die Hütte, Kaffee und Radler getrunken, bis uns das Zeug aus den Ohren kam. Es wurde nicht besser und irgendwann haben wir aufgegeben und die letzte Abfahrt angetreten. Es macht echt keinen Spaß, wenn man nicht sieht, wo man eigentlich hinfährt.
Bei unseren Wirtsleuten gab es einen Trost-Schnaps, dann sind wir wieder in unsere Behausung und haben aus dem Fenster geschaut. Auch Schnee kann einem irgendwann auf den Zeiger gehen!
Es hat geschneit bis in die Abendstunden. Gut einen halben Meter Neuschnee haben wir im Ort und die Einheimischen wissen schon nicht mehr, wohin mit der weißen Pracht.
Den Abend haben wir mit Karten spielen verbracht und beim gelegentlichen Lüften festgestellt, dass es immer wärmer wurde. Tauwetter! Die Tannen, die tagsüber unter der Schneelast fast zusammen gebrochen sind, waren plötzlich wieder grün.
Heute Morgen nun wieder Schneefall, die Bäume sind schon wieder gepudert.
Was soll ich davon halten???

Schnee? – Nee!

Vergnügt sitzen wir auf der Terrasse und frühstücken. Die Sonne blinzelt gerade übers Dach und bemächtigt sich der Butter, die schon eine leicht glänzende Oberfläche hat. Nix wie in den Schatten damit und dann ein bisschen schneller essen, bevor sich auch noch die Haselnuss-Streichcreme verflüssigt. Die Vöglein zwitschern, ein laues Lüftchen umspielt meine nackten Schultern. Heute haben wir den 27. November, es ist 10.00 Uhr und angenehme 24° C! 😀
Via Internet verfolgen wir ein deutsches Radioprogramm und hören so sonderbare Meldungen wie: „16 km Stau wegen Schneetreibens“, „überfrierende Nässe“ oder auch die Grüße eines Brummifahrers an die „Jungs auf den Schneeschiebern, die einen tollen Job machen“. Hallo??? 88|

Ich mag noch gar nicht daran denken, dass uns das in knapp zwei Wochen auch alles wieder bevorsteht und ich glaube, ich hab’ auch gar nichts anzuziehen für so ein Schietwetter. Hier reichen Shorts und T-Shirt ganztägig aus und dann sollen wir kratzige Pullover und dicke Stiefel anziehen? O Gott, wo habe ich das Zeug nur alles hingepackt? Mir graut es schon jetzt!

Euch allen einen schönen 1. Advent!

Jennifer macht Wirbel

… und zwar ganz gewaltig! Hier stürmt und schneit es seit fünf Uhr in der Frühe und hat uns Hausarrest beschert. Lesen, stricken, im Internet surfen, fernsehen, etc. stehen auf dem Programm. Was man halt so macht bei einem Wetter, bei dem man keinen Köter vor die Tür jagt.
Eigentlich sollte es erst heute Mittag anfangen zu schneien, aber das Wetter hält sich hier noch weniger an die Vorhersagen, als bei uns. 😐

Gelegentlich schauen wir aus dem Fenster, von dem aus wir das Ende der Piste beobachten können. Ein paar ganz Unerschrockene sind tatsächlich auf Schiern unterwegs, machen aber keinen glücklichen Eindruck. Sie sehen aus wie Schneemänner und wedeln elegant stochern unbeholfen in der weißen Materie. Insgesamt ist es aber sehr ruhig auf der Piste.

Ich glaube, wir werden heute mal unsere Sektvorräte abbauen und uns das Elend da draußen schön trinken. ;D

Vom Regen in die Traufe

Den Schnee zu Hause haben wir hinter uns gelassen und sind in die Berge geflüchtet. Wenn schon Schnee, dann will ich ihn nicht nur vom Bürgersteig kehren, sondern auch was davon haben. Nun sind wir in unserem Wintersportort angekommen und waren auch gleich ein bisschen maulig, weil gar nicht so viel Schnee lag, wie wir das normalerweise gewohnt sind.
„Pah, da haben wir zu Hause ja mehr“, gaben wir ein bisschen an.
„Wartet es nur ab!“. Die Dorfbevölkerung blieb völlig gelassen.
Das war am Samstag.
Seit Sonntagmorgen schneit es ununterbrochen 😛 und das passt uns jetzt eigentlich auch nicht. Schifahren ist doof, wenn es schneit. Ich hab’ lieber blauen Himmel und eine schöne glatte Piste.
Naja, machen wir heute halt Hütten-Hopping und futtern uns durchs Sortiment. Auf Kaspressknödelsuppn, Kaiserschmarrn und Apfelstrudel freue ich mich ja schon ein ganzes Jahr lang. Das wird ein kalorienreicher Tag! 🙄

Jo is‘ denn scho‘ Woihnocht’n?

Heute musste ich zur Post, Pakete hinbringen, ein Paket abholen. Vor Weihnachten ist das der blanke Horror und am liebsten hätte ich mich gedrückt. Um ein bisschen Zeit zu schinden, hab‘ ich meinen finalen Einkaufszettel gemacht und mit mir selbst einen Deal geschlossen: wenn mein Auto anspringt, fahre ich als erstes zum Super-Supermarkt und stelle mich erst anschließend in die Reihe am Postschalter an. Nach dem Supermarkt-Horror würde ich über den Post-Horror nur noch lachen können, dachte ich mir.

Mein Auto sprang an und das von ganz vielen anderen Leuten auch, obwohl viele von denen bei Schnee und Matsch besser aufs Autofahren verzichten würden. 🙄

Im Supermarkt war natürlich der Teufel los. Trotzdem gelang es mir, das einigermaßen gelassen zu ertragen. Ich könnte einen Roman schreiben über meine Erlebnisse, will Euch aber nur von einem Ehepaar mittleren Alters erzählen, auf das ich an der Fleischtheke gestoßen bin:
Sie hält einen dicken Schinken in der Hand, er umklammert den Einkaufswagen, den er so geschickt geparkt hatte, dass außer seiner Frau und ihm niemand mehr an die Theke herankam. Man(n) lässt sich doch nicht das beste Stück vor der Nase weg schnappen! :>
„Guck emol, reicht der?“, fragte die Gattin und wiegt das Fleischstück in den Händen.
„Des is‘ doch zu viel; mir sin‘ doch nur vier Leut‘!“
„Nee, überlech doch emol … de Karlheinz isst bestimmt so viel“, sie zerlegte mit den Fingern den Schinken in einzelne Portionen. „Du so viel“ (auch der Gatte bekam eine ordentliche Portion … ist ja Weihnachten) „und es Marieche un ich etwa so viel“. Die Damen waren wohl auf Diät, trotzdem war vom Schinken jetzt nicht mehr viel übrig.
„Un de Rest esse mer am erste Feierdaach.“ Die Hausfrau war in ihrem Element, der Gatte skeptisch. Er kramte nun seinerseits mit der freien Hand in den Schinkenstücken herum, die andere fixierte weiterhin den Einkaufswagen.
„Guck emol, der do is doch gut!“ Triumphierend hielt er seiner Frau ein Stück unter die Nase, das mindestens genau so groß war wie ihres.
„Nee, der is doch so fett. Guck emol do.“ Die Finger, die eben noch das Fleischstück portioniert hatten, stocherten jetzt auf dem anderen Schinken herum.
Es ging noch eine ganze Weile so und ich verfolgte das Schauspiel ziemlich belustigt. Als sie die gesamte Schinkentheke umgegraben hatten kam endlich die Frage, auf die ich schon die ganze Zeit gewartet hatte: „… oder solle mer doch lieber e Lendche mache?“ :))

Ich selbst bin ziemlich gut organisiert und lege viel Wert auf Planung. Dabei kann man gemütlich Kaffee trinken, rauchen und Radio hören. Ich hasse es, meine Zeit im Supermarkt zu verplempern. Mir wird es ein ewiges Rätsel bleiben, wie man erst am Fleischregal beginnen kann, das Menü zu planen und zu überlegen, was und wie viel man einkaufen muss. Aber egal, andere haben vielleicht kein gemütliches zu Hause.

Es war jedenfalls ein ziemliches Chaos in der Lebensmittelabteilung. Trotzdem hatte ich irgendwann alles, was auf meiner Liste stand und reihte mich in einer der zahlreichen Kassenschlangen ein. Mein Einkaufswagen sah ziemlich bescheiden aus im Vergleich zu den übrigen in meinem Umkreis. Keine Ahnung, wer das über die Feiertage alles vertilgen soll. Es versetzt mich alle Jahre wieder in Staunen!

Im Ausgangsbereich drängelte sich besagtes Ehepaar vor mich. Sie schob den Einkaufswagen, er studierte den Kassenzettel. Abrupt blieb sie stehen.
„Guck doch emol, wie dess do drauße schneit!“, schreit sie.
Beide stehen mitten im Ausgang und glotzen in den Himmel. Ich konnte mein Gefährt gerade noch so zum Stehen bringen, mein Hintermann nicht. Rums – immer rein in die Hacken! :## Wenigstens hat er sich entschuldigt. Ich war trotzdem ein bisschen angepisst und herrschte jetzt das vertrottelte Ehepaar an, sie sollten gefälligst die Tür frei machen. Vor Weihnachten sind alle aggressiv und ich wollte es jetzt auch sein. Dass es draußen schneit, habe ich schon von der Kasse aus gesehen, aber da waren die wahrscheinlich noch damit beschäftigt, das Gemüse zu portionieren. Mannomannomann!

Beim Rausfahren vom Parkplatz haben sie übrigens nochmal versucht, sich vor mich zu drängeln. Da hab‘ ich aber Stoff gegeben; nochmal wollte ich mir die Zwei nicht antun.

Die Post war danach im Übrigen wirklich nur noch ein Klacks … wenn man mal davon absieht, dass 10 Minuten vor der Öffnung schon dreizehn Leute vor mir waren. 8|

Die letzten Tage vor Weihnachten bleibe ich jedenfalls zu Hause. Sollte ich wider Erwarten irgendwas vergessen haben, dann brauchen wir das halt nicht. Habe fertig!