Ungewollte Pfunde

Nix ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen – wie wahr!
Und als ob der Frust im Bad beim Blick auf die Waage nicht schon genug wäre, gab es heute noch was obendrauf: Knapp 1 ½ Pfund Werbung! Die Tageszeitung war dick wie der Otto-Katalog; Supermärkte, Kaufhäuser, Sportgeschäfte, Schuh- und Klamottenshops, Baumärkte … alles was irgendwelchen Krempel verkauft, hatte eine eigene Prospektbeilage beigesteuert. Die Zeitung selbst war übersichtlich; der jährliche Wettlauf der örtlichen Krankenhäuser um das erste Neujahrsbaby, die Einsätze der Feuerwehr an Silvester, ein bisschen Sport und Lokales. Ich konnte es mir nicht verkneifen, den ganzen Mist mal auf die Waage zu legen. Die eigentliche Zeitung wog gerade mal 100 g, das Gewicht der Beilagen betrug satte 440 g!

Statt Post gab es heute – ordentlich in Folie eingeschweißt (wie ich das hasse!) – gebündelte Werbung. Noch einmal 270 g … trotz Aufkleber „bitte keine Werbung“ am Briefkasten.

Sind die eigentlich noch ganz bei Trost? Wieso glauben die, dass ich plötzlich zu Geld gekommen und obendrein gewillt bin, es ihnen in den Rachen zu werfen? Nach den weihnachtlichen Sonderausgaben für Geschenke, Speis und Trank, überteuertes Benzin, Silvesterraketen und ggf. ein neues Party Outfit sollen wir tatsächlich noch Geld übrig haben? Die spinnen doch komplett!

Bevor ich wieder einkaufen gehe, wird erst mal der Kühlschrank leergefuttert und die ganzen Reste aufgebraucht. Das wird auch meine Badezimmerwaage freuen. 😉

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