Ostern in Kiel

Eigentlich wg. Fußball, aber die Entfernung und die Feiertage boten sich für eine kurze Auszeit an und die haben wir auch genossen. 😀

Kiel ist ganz nett … ein bisschen verschnarcht vielleicht, aber das sind wir ja von zu Hause gewohnt. Ich mag die verklinkerten Häuser, den Wind und die Nähe zum Meer. Aufgefallen sind mir breite Straßen, auf denen kaum ein Auto unterwegs war und massenhaft Parkhäuser. Keine Ahnung, wohin sich die Kieler Bevölkerung über die Feiertage verkrümelt hat; das Parkhaus neben unserem Hotel war jedenfalls auch leer. :??:

Vermisst habe ich Stände, an denen man Fischbrötchen kaufen kann. Da hatte ich mich eigentlich drauf eingestellt und war sehr enttäuscht, nur Bratwurststände vorzufinden. Für ’ne Wurscht fahre ich doch keine 600 km! Außerdem gibt es dort zu allem nur labberiges Toastbrot, was ich völlig daneben finde. Bäh!
Im Stadion habe ich notgedrungen zur Frikadelle gegriffen (die übrigens sehr lecker war). Auf das Toastbrot habe ich gerne verzichtet, das war da sicher schon drin. 😉

Das Fußballspiel konnte man vergessen; Not gegen Elend. Wenigstens ist es unentschieden ausgegangen und war damit halbwegs gerecht. Auf die Prügel, die uns von den Kieler Fans angedroht wurde, hätte ich auch verzichten können. Wir waren schon sehr erstaunt, als wir das Riesenaufgebot an Polizei gesehen haben und haben mal nachgefragt, was das soll – wir sind schließlich noch nie als gewaltbereit in Erscheinung getreten.
Sie seien zu unserem Schutz da, wurde uns erklärt, weil sich leider die eigenen Leute nicht im Griff hätten. Nach dem Spiel waren wir tatsächlich ganz dankbar über die Anwesenheit der Schutztruppe. Unsere Fans waren mit zwei Bussen angereist und wurden mit Polizeischutz zur Autobahn geleitet. Wir zwei armen Hanseln mussten mit dem Stadtbus zurück zum Hotel. Auf Anraten der Polizei haben wir allerdings unsere Fanschals unter den Jacken versteckt. So was habe ich auch noch nicht erlebt. Sehr Schade!

Was wir auch leidvoll erfahren mussten, ist die Tatsache, dass die A 1 eine einzige Baustelle ist. Man hört oder liest das immer mal irgendwo, registriert es aber nicht wirklich … bis man drinsteht im Baustellenstau. Allerdings waren wir auch nicht auf ein so hohes Verkehrsaufkommen in Richtung Norden gefasst. Wir sind davon ausgegangen, dass die meisten Osterurlauber in die Berge fahren würden. Aber was soll‘s, wir hatten ja Zeit und richtig lange mussten wir auch nicht im Stau stehen. Jedenfalls haben wir mal wieder etwas anderes gesehen und neue Eindrücke mitgenommen und … ich habe zum ersten Mal in einem Strandkorb gesessen. Man muss ja alles mal gemacht haben. ;D

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Was für ein Ritt

Samstag, sieben Uhr. Ich bahne mir einen Weg um diverse halb gefüllte Reisetaschen und schlurfe erst mal zum Fenster: Es schneit … wie befürchtet. Es sind allerdings nur ganz dünne Flocken und ich hoffe sehr, dass wir ohne Schneeketten über den Berg kommen.

Nach dem Frühstück, dem Packen unserer restlichen Habseligkeiten (wieder mal viel zu viele Klamotten mitgenommen) und den ersten Berichten im Fernsehen über liegen gebliebene oder verunglückte Fahrzeuge auf schneereichen Straßen, machten auch wir uns auf den Weg. Die Schneeketten lagen griffbereit im Kofferraum, brauchten aber erfreulicherweise nicht montiert zu werden.

Durch Bayern kamen wir bei schönstem Sonnenschein und hörten nur im Radio von den diversen Staus nach Unfällen. Irgendwann war aber die Sonne verschwunden und der Schnee da. Wir hörten, dass in Aschaffenburg wegen der Wetterverhältnisse sogar der öffentliche Nahverkehr eingestellt sei. Das konnte ja heiter werden! Der Stau auf der Autobahn brachte es inzwischen auf satte 18 km. Da kommt Freude auf.

Auch wir landeten irgendwann im Stau. Den kannte allerdings weder der Fritze im Radio, noch das Navi. Ein Stündchen standen bzw. krochen wir im Schritttempo, dann hatte mein Mann die Faxen dicke und fuhr „über Land“, hübsch durch den verschneiten Spessart. Das war zwar auch kein Honigschlecken, aber immer noch besser, als irgendwo blöde rumzustehen und gar nicht vorwärts zu kommen. Je näher wir der Heimat kamen, umso besser wurden die Straßenverhältnisse. Im Rhein-Main-Gebiet ist’s halt immer schön warm.

Nach zehn Stunden Fahrt kamen wir zwar genervt, aber wohlbehalten zu Hause an. Der Nachbar hatte den Bürgersteig vor unserem Haus ordentlich gefegt und auch in der Wohnung erlebten wir keine Überraschung: die Heizung war wieder einmal nicht angesprungen und es war/ist saukalt in der Bude. Ich hasse dieses Dreckding! :>

Im Westen nix neues

Baustelle
Tag 9,10 und 11: Nix wesentliches passiert. Heute wurden zwei Kübel in unserer Straße platziert, die nach Stunden leer und ungenutzt wieder abgeholt wurden. Der Bagger wohnt jetzt eine Straße weiter. An beiden Enden unserer Straße ist noch „Restbaustelle“. Wenigstens wurden am Montag die Parkverbotsschilder weggeräumt und ich muss meine Einkäufe nicht mehr durch die Gegend schleppen. *freu*

Leben – nett
Ich hab’s auch gleich ausgenutzt und Großeinkauf gemacht und bei der Gelegenheit den ersten Spargel, neue Kartoffeln und Schnitzel gekauft. Wenn schon, denn schon!
Ach, war das lecker!

Leben – normal
Den restlichen Tag hab’ ich damit verbracht, irgendwelche Staus in der Stadt zu umfahren – um dann prompt im nächsten zu stehen. Heute waren wohl alle auf der Straße … und ich dachte, die ganzen Autos seien jetzt abgewrackt. 🙄