Knapp zwei Wochen

Seit knapp zwei Wochen sind wir schon wieder in Deutschland und ich muss sagen … so richtig zu Hause fühle ich mich immer noch nicht.
Die Ankunft fiel mit knapp 30 Grad Temperaturunterschied schon ziemlich frostig aus, wurde aber durch unsere scheiß moderne Heizungsanlage noch getoppt. Die war nämlich wieder einmal nicht zur vorgesehenen Zeit angesprungen und hatte unsere Wohnung auf satte 17 Grad herunter gekühlt. 88| Sparsam, wie ich nun einmal bin, hatte ich auch die Heizung für unser Bett ausgeschaltet und war jetzt baff erstaunt, wie lange doch so ein paar Liter Wasser brauchen, um eine angenehme Temperatur zu kriegen. Die erste Nacht jedenfalls bin ich mit Socken und Strickjacke – sehr sexy – ins Bett und kam mir vor, wie meine eigene Oma.
Der Großeinkauf am nächsten Tag dauerte ewig. Erstens, weil ich praktisch ALLES einkaufen musste, zweitens, weil ich mich in meinem angestammten Supermarkt nicht mehr zu Recht gefunden habe und drittens, weil ich plötzlich Produkte entdeckte, die mir vorher nie aufgefallen waren und die ich jetzt erst mal studieren musste. Über den Schock an der Kasse rede ich jetzt nicht und auch nicht darüber, wie oft ich vom Auto bis zum Haus latschen musste, um den ganzen Kram in die Küche zu kriegen.
Danach Koffer ausräumen, Waschmaschine beladen. Wie funktionierte das Ding gleich wieder? Ach so … ja. Alles war ungewohnt, fühlte sich komisch an, roch irgendwie fremd.
Not gedrungen hab‘ ich mich damit abgefunden, dass ich wohl die nächsten paar Wochen und Monate hier wohnen werde. Immerhin ist die Bude jetzt wieder warm und ein paar Leute schienen sich sogar gefreut zu haben, dass wir wieder im Land sind. Ich hab‘ mich auch gleich in die Arbeit gestürzt und die liegen gebliebenen Sachen aufgearbeitet. Beinahe hätte ich auch alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Daran gehindert hat mich ein Virus, der mich für eine halbe Woche völlig auf die Bretter geschmissen hat. Mit allem! Keine Ahnung, ob Ringelschwänzchen-, Federvieh- oder sonstige Grippe. Ist mir auch egal, wie die Krankheit heißt – Hauptsache, ich kann seit heute wieder einigermaßen klar denken und mich auf den Beinen halten. Wenn sich dann morgen noch die Kopf- und Gliederschmerzen vom Acker machen könnten, käme mir das nicht ungelegen. Krank sein ist doof und gepennt habe ich in den letzten Tagen wahrlich genug. Es wird jetzt Zeit, dass ich aus dem Quark komme.
Hatschi!