Die Weihnachtspute

Alljährlich sind wir bei unseren Nachbarn zum Putenessen eingeladen. Der Herr des Hauses kocht sehr gerne und gut und ich liebe es, mich an einen schön gedeckten Tisch zu setzen und zu genießen, ohne vorher stundenlang in der Küche gewirbelt zu haben.
Lecker war es – und wie immer viel zu viel! Unser lieber Nachbar neigt etwas zu Übertreibungen und muss immer noch einen draufsetzen. Wenn die letzte Pute 4 Kilo hatte, muss die nächste mindestens 5 Kilo wiegen – ohne Füllung, versteht sich! Dazu noch Rotkraut und Klöße, Vorspeise und Nachtisch.
Ich hab’ keine Ahnung, welches Gewicht das Federvieh gestern auf die Waage brachte. Man hätte eine ganze Fußballmannschaft damit satt bekommen. Zwei große Fleischplatten standen auf dem Tisch und als ich beim Abräumen half, sah ich, dass die halbe Pute noch gar nicht aufgeschnitten war! Und wir hatten noch nicht mal annähernd die Hälfte der Fleischberge auf den Platten verputzt. 8|

Den Nachtisch haben wir verweigert und stattdessen lieber einen zweiten Verdauungsschnaps getrunken. Geholfen hat das allerdings auch nicht. Diese Nacht haben wir nicht geschlafen, wir lagen im Fresskoma! 😳
Lieber Gott mach’, dass das Völlegefühl wieder weggeht!

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