Hausfrauen-Parcours

Der Himmel ist immer noch bedeckt und geregnet hat es auch schon wieder. Trotzdem hab‘ ich frech für Samstag eine Grillfete angesetzt und bin heute Not gedrungen schon mal los zum Großeinkauf.

Schon die Straße zum Supermarkt war verstopft und spätestens vor der Einfahrt zum Parkplatz hätte ich umkehren sollen. Hab ich aber nicht – leider! Fünf Runden habe ich gedreht, bis ich endlich eine freie Lücke gefunden hatte. Einkaufswagen? – Fehlanzeige. Nur noch die kleinen Dinger, in die nichts reingeht.

Im Markt selbst war der Teufel los. Nicht nur, dass in den einzelnen Gängen Paletten mit frischer Ware rumstanden und man an kein Regal mehr richtig dran konnte, man kam mit der Einkaufskarre auch nicht daran vorbei. Die Gänge, in denen keine Hindernisse aufgebaut waren, wurden von Gabelstaplern blockiert. Da gibt’s verschiedene Modelle. Einmal die ganz großen, die nur mit speziellem Führerschein gefahren werden dürfen und die kleinen Hazuzis (von Hand zu ziehenden) fürs gemeine Beschickungspersonal. Es ging zu, wie am Frankfurter Kreuz zur rush hour. Ist man vorne einem dieser Dinger ausgewichen, wurde man hinten von einem anderen angehupt. :crazy: Aus jedem Loch kam so ein Gefährt angedüst. Dazwischen noch die ganzen Kunden, die sich ängstlich an ihre Karren klammerten und schon auf Luftangriffe gefasst waren. Ich kann Euch sagen, es war der blanke Horror!
Meine Einkaufsliste hab‘ ich gleich weggesteckt und stattdessen nur das gekauft, wo ich gerade dran vorbei geschubst wurde. Die Augen musste man überall gleichzeitig haben, die Hand bloß nicht vom Einkaufswagen nehmen und zwischendrin schnell mal ins Regal grabschen. Wahnsinn!
In der Fressalien-Abteilung gab es zu allem Überfluss auch noch Pröbchenstände und eine Umfrage zum Thema „Kundenzufriedenheit“ wurde auch gemacht. Ich hab‘ da vorsichtshalber nicht dran teilgenommen, sonst hätte ich jetzt wahrscheinlich Hausverbot. 88|

Boah, war das ätzend!

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