Woche 5

Wir befinden uns in Woche fünf und sind damit noch im Zeitplan – was man von deutschen Baustellen ja nicht immer behaupten kann.
Der Fliesenleger ist endlich durch. Der arme Kerl hatte an meinem Sonderwunsch nach einem gemauerten und gefliesten Regal doch ganz schön zu knabbern, hat es aber gut hingekriegt. Nachdem er seine ganzen Arbeitsutensilien aus der Garage geräumt hatte, hat er dort auch noch durchgeputzt. Das habe ich ja auch noch nicht erlebt!

Soeben werden die Decke und der arg in Mitleidenschaft gezogene Fensterrahmen gestrichen. Mit den ganz fiesen Dreckarbeiten sind wir also durch. Uff!

Vom Installateur habe ich die letzten drei Tage nichts mehr gehört. Er hat sich für heute Nachmittag angesagt. Bin gespannt, ob er dann schon mit irgendetwas anfängt, oder ob er nur auf einen Kaffee vorbei kommt.

Letzten Samstag haben wir uns auf die Suche nach Kleinteilen begeben. Handtuchhalter, Klobürste, Papierhalter, was man halt so braucht. Ich wusste, dass ein hiesiger Badausstatter diese Teile nach Serien geordnet in seiner Ausstellung hat und dort sind wir fündig geworden. Gerne hätten wir es auch in dem Laden gekauft, aber die fünf Verkäufer waren sämtlich von renovierungswütigen Paaren belagert und die Beratungsgespräche nahmen keinen rechten Fortgang. Aussichtslos. Wir sind dann gegangen und haben die Teile im Internet bestellt. Gestern wurde geliefert; schneller hätten die das in dem Shop auch nicht hingekriegt.

Zu allem Überfluss ist nun auch noch meine Waschmaschine verreckt. Sie muckt schon seit geraumer Zeit beim Schleudern, hat sich aber bisher immer wieder berappelt. Jetzt ist Schluss mit Lustig; die Trommel dreht sich überhaupt nicht mehr und da das Gerät sein Soll erfüllt hat, wird da auch nichts mehr repariert. Ich hoffe nur, dass die Neue bald kommt … es wartet reichlich Arbeit auf sie. Nicht nur unsere normale Wäsche, Handtücher und Bettzeug müssen gewaschen werden, sondern – nach dem ganzen Dreck – auch sämtliche Gardinen, Kissenbezüge, Nippesdeckchen etc.
Ich weiß also, was ich in nächster Zeit tun werde.
Ach ja, und wenn es so weiter geht, werden wir uns bald mal um einen Kredit kümmern müssen. 8|

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Wilde Wutz

Sie leben im Wald und vermehren sich prächtig und wenn es ihnen langweilig wird, fallen sie in die Ortschaften ein und mischen die Städter ein bisschen auf.
Dauernd hört man von Wildschweinen, die in Weinbergen und Gärten erhebliche Schäden anrichten. Kürzlich verirrte sich irgendwo eines in eine Waschküche. Der zu Hilfe gerufene Jäger erlegte das Tier – und die Waschmaschine gleich mit. :)) Das Fernsehen berichtete in bewegten Bildern von der wilden Hatz.

Jetzt ist in Frankfurt ein Wildschwein durch die geschlossene Terrassentür einer Kindertagesstätte gerast 8| und hat die Kinder und deren Mütter in Angst und Schrecken versetzt. Auf Tische und Bänke sei man geflüchtet, wurde berichtet. Wie der Besuch der wilden Wutz ausgegangen ist, weiß ich leider nicht. Die Terrassentür jedenfalls ist im Eimer.

Auch mir ist bei einem Spaziergang in den Weinbergen schon mal eine Rotte Wildschweine über den Weg gelaufen. Die Erde bebte kurz, dann schossen die Tiere ca. 5 m vor uns aus dem Wingert. Wenn wir ein bisschen schneller unterwegs gewesen wären, hätten die uns gnadenlos niedergetrampelt. Auf solche Erlebnisse kann man gut verzichten.

Nix gegen Wildschweine, aber mit Rotkraut und Klößen sind sie mir irgendwie lieber! :yes: