Schon wieder Baustelle

Diesmal im eigenen Garten; unser Kamindach wurde neu gedeckt und hat eine richtig noble Regenrinne bekommen. Nun wissen wir auch, was da beim ersten Grillabend des Jahres gebrannt hat.

Staubige Angelegenheit

Innenansicht

Nachdem der Schiefer abgedeckt, Dachpappe, Holz und Glaswolle entfernt waren, kamen zwei riesige Wespennester zum Vorschein! Die Biester hatten ihre Bauwerke direkt am Abzugsrohr gebaut – sie wollten es wohl schön warm haben – und da die Nester verlassen und trocken waren, haben sie sich prima entzündet.

Untermieter

Mistviecher elende!
Ansonsten war mit dem Dach alles in bester Ordnung. Sogar die Flasche Wein und die Tageszeitung, die wir seinerzeit als Gag im Dach versenkt hatten, waren unversehrt.

Edles Tröpfchen

Nun sieht es also wieder schön aus, zumindest oben. Unten herum ist das Blumenbeet nämlich der Baumaßnahme zum Opfer gefallen und muss erst wieder hergestellt werden. Wenn alles fertig ist, gibts auch davon noch ein Bild (ich wollt‘ es wäre schon so weit; ich hab‘ nämlich jetzt schon „Rücken“).

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Die Kreissäge

Müde schleppe ich mich morgens ins Bad, die Lider auf Halbmast, das Gehirn noch nicht eingeschaltet. Mit einem leisen Seufzen begrüße ich mein Spiegelbild und klappe den Klodeckel hoch. In diesem Moment höre ich das Geräusch zum ersten Mal.
Es hört sich an wie eine Kreissäge, nur viel leiser. Ich zucke zusammen und sehe mich um. Das Radio ist aus, die elektrische Zahnbürste steht still in ihrer Halterung, der Rasierer meiner besseren Hälfte sagt auch nix. Einen Moment ist Ruhe, dann beginnt das Geräusch erneut. Das Fenster ist zwar gekippt, aber von draußen kann es unmöglich kommen. Inzwischen bin ich wach und auch ein bisschen in Panik! 88| Mehr elektrische Geräte haben wir nicht im Bad und die Handtücher können keine Geräusche machen. Sollte irgendwo eine Leitung kaputt sein und wenn ja, würde sich das so anhören?
Das Denken fällt mir um diese Uhrzeit immer noch schwer. Ich renne ins Schlafzimmer und rüttle am Gatten. Er soll denken. Und aufstehen. Und was machen. Sofort!
Für meinen Geschmack dauert es viel zu lange, bis er sich aus dem Bett gewälzt, die Brille gefunden hat. Ich treibe ihn vor mir her ins Bad, bleibe aber vorsichtshalber im Türrahmen stehen.
Er hört kurz hin, brummt „kenne ich, das Geräusch“. Er geht an mein Duftregal, schiebt zwei, drei Parfumfläschchen zur Seite und schreckt eine Wespe auf, die ihren Neubau hinter „Chanel No. 5“ errichten will. Keller und Erdgeschoss sind fertig gestellt, sie arbeitet schon am ersten Stock und fliegt jetzt aufgeregt durchs Bad. Wir öffnen das Fenster und schnell hat sie die Flucht ergriffen. Der Neubau wird entfernt, das Regal wieder eingeräumt.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. :>>
Mein Held legt sich noch mal 10 Minuten ins Bett und ich absolviere mein morgendliches Kurzprogramm, bevor ich die Kaffeemaschine in Betrieb nehme.
Beim Frühstück erzählte mir mein Mann, dass die Wespe noch mal wiederkam, als er im Bad war. Sie hat aber schnell eingesehen, dass die noble Wohnlage wohl doch nicht die beste Wahl war und ist freiwillig wieder abgeschwirrt. 😀